Im Taumel der Gefühle - Eröffnung von "Caravaggio & Bernini" im Kunsthistorischen Museum Wien

Caravaggio und Bernini - zusammen in einer Ausstellung. Das gab es wohl bisher noch nie. Das Kunsthistorische Museum Wien hat gemeinsam mit dem Amsterdamer Rijksmuseum die Ausstellung “Entdeckung der Gefühle” konzipiert.

Rund siebzig Hauptwerke sind zu bewundern. Viele davon aus dem Bestand des KHM, andere stammen aus Leihgaben bedeutender internationaler Museen und Kunstsammler.

Die Eröffnung

Am Andrang zur Eröffnung konnte man schon erkennen, dass das Thema und die Ausstellung regen Zuspruch finden und damit wohl ein großer Erfolg werden wird. Neben Sabine Haag, der Generaldirektorin des KHM und Gudrun Swoboda, die Kuratorin, sprachen ebenfalls Sergio Barbanti, Botschafter der Republik Italien, und Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich.

20191014_183916_khm_caravaggio_bernini_8044.jpg
Sabine Haag, Generaldirektorin des KHM, bei der Eröffnungsrede zu Caravaggio & Bernini

Sabine Haag, Generaldirektorin des KHM, bei der Eröffnungsrede zu Caravaggio & Bernini

Gudrun Swoboda, die Leiterin des Kuratorenteams rund um die Ausstellung

Gudrun Swoboda, die Leiterin des Kuratorenteams rund um die Ausstellung

Claudio Strinati

Claudio Strinati

Sergio Barbanti, Botschafter der Republik Italien

Sergio Barbanti, Botschafter der Republik Italien

Auch Alexander Van der Bellen hielt eine kurze Ansprache

Auch Alexander Van der Bellen hielt eine kurze Ansprache

Sabine Haag vor imposanter Kulisse

Sabine Haag vor imposanter Kulisse

Die Ausstellung

Ziel der Ausstellung ist es, die bei beiden #barockstars besonders ausgeprägte Darstellung von Emotionen zu zeigen. Sie waren in der Lage, tiefe Gefühle und Leidenschaften in ihren Werken auszudrücken und im Betrachter damit eine Reaktion hervorzurufen. Und zwar damals wie heute. Wie hat es Sabine Haag in ihrer Rede zur Eröffnung der Ausstellung sinngemäß formuliert: “Gemalte Tränen wollen reale Tränen hervorbringen”. Die beeindruckende Lebendigkeit, auch vivacità genannt, ist bei Caravaggio und Bernini in Perfektion zu bestaunen. Von Michelangelo Merisi da Caravaggio sind ca 60 Werke bekannt wovon drei im Besitz des KHM sind. Gezeigt werden zehn Caravaggios und mehr als 10 Skulpturen von Bernini. Über 50 weitere Werke anderer Meister sind ebenfalls zu sehen. Ähnlich den Werken Caravaggios ist die Ausstellung auch dunkel gehalten, die Kunstwerke nur mit kleinen Spotlichtern erleuchtet.

Bei einigen der gezeigten Exponate ist Fotografieren verboten - man muss also schon selbst ins Museum gehen und sie auf sich wirken lassen.

Die stark von oben ausgerichtete Beleuchtung betont bei Malereien die dicker aufgetragenen Pinselstriche und offenbaren so Tricks und Kniffe der Künstler um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Genaue Infos finden sich auf der Info-Seite des KHM.

Zu beachten: Wie auch schon früher, z.B. bei Breughel, ist ein Timeslot-Ticket zu lösen, das kein Ticket für das KHM ist (dieses wird zusätzlich benötigt).

Dauer: 15. Oktober 2019 bis 19. Jänner 2020, danach in leicht veränderter Form im Rijksmuseum
Besuchszeiten: Mo, Di, Mi, Fr, 9–18 Uhr, Do, Sa, So, 9–21 Uhr

ImPulsTanz 2019 - Behind the Scenes und Dance Battle - die besten Fotos

Wenn man dieser Tage durch Wien fährt, fällt unweigerlich der blick auf Plakate vom ImPulsTanz Festival ). Vom 11. Juli bis 11. August 2019 werden unzählige Performances und Workshops abgehalten und Researchprojekte präsentiert. 1984 wurde das Festival für zeitgenössischen Tanz gegründet und seitdem entwickelte es sich zu einem der wichtigsten Tanzfestivals weltweit. Bespielt wird dabei sozusagen ganz Wien: es wird Vorstellungen im Burgtheater, Volkstheater, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien & mumok – Hofstallungen, Leopold Museum, Schauspielhaus, Kasino am Schwarzenbergplatz, Akademietheater, Odeon Theater und in der Halle E geben.

Tänzer Shan beim Trainieren (und Posen…)

Tänzer Shan beim Trainieren (und Posen…)

Auch wenn nebenan die Schlange für den Dance Battle wartet - es finden sich genügend Plätze in den riesigen Hallen zum entspannen

Auch wenn nebenan die Schlange für den Dance Battle wartet - es finden sich genügend Plätze in den riesigen Hallen zum entspannen

Tanz-Workshop mit Archie Burnett

Tanz-Workshop mit Archie Burnett

Workshop mit Daybee Dorzile & Sofie Douda

Workshop mit Daybee Dorzile & Sofie Douda

Behind the Scenes at ImPulsTanz

Im Rahmen eines InstaWalks mit den IgersVienna durfte ich einen Blick hinter die Kulissen von ImPulstanz erhaschen. Eine spannende Führung mit Rio Ratzinger, Artistic Director Workshops & Research, gab uns Einblicke in diverse laufende Workshops und in die Requisitenhallen des Burgtheaters.

Die Vorbereitungen für den Dance Battle laufen an. Abends wird die Halle zum Bersten voll sein und Zuschauer können nur n och durch die Fenster zusehen.

Die Vorbereitungen für den Dance Battle laufen an. Abends wird die Halle zum Bersten voll sein und Zuschauer können nur n och durch die Fenster zusehen.

Requisiten des Burgtheaters werden hier in Lagerhäusern verstaut, in denen LKWs mit dem Lift fahren…

Requisiten des Burgtheaters werden hier in Lagerhäusern verstaut, in denen LKWs mit dem Lift fahren…

Endlos lange Gänge mit Requisiten …

Endlos lange Gänge mit Requisiten …

Dance Battle - Rhythm is a dancer

Ein besonderes Highlight ist der Dance Battle - Rhythm is a Dancer. Die heurige Location - eine riesige Halle im Arsenal - bietet noch mehr Platz für Tänzer und Zuschauer und besitzt sogar einen Schwingboden, für Tänzer besonders angenehm. Rund 40 internationale Teilnehmer treten gegeneinander in freiem Tanzstil gegeneinander an. In der ersten Runde haben sie 45 Sekunden Zeit eine Interpretation eines Songs darzubieten, der vorab nicht bekannt war. Danach entscheidet die Jury über die besten 16 des Teilnehmerfeldes. Diese treten dann im K.O. System gegeneinander an. Die Jury Bestsand aus Archie Burnett, Terence Lewis, Christopher Matthews, Laura Aris, Angélique Willkie. Und sie hatten es schwer. Das K.O. System machte es den Judges nicht leicht: Viele der Performances waren außergewöhnlich gut. Am Ende setzte sich Vasko Nasonov aus Moskau durch. Street-Dancer Storm führte gewohnt souverän durch den Abend, die ungewöhnliche Musikauswahl kam wieder von DJ Worst Messiah und sorgte nicht einmal am Beginn der Tracks für ratlose Gesichter bei den Teilnehmern.

Fotos aller Teilnehmer_innen gibt es auf meiner Gallery-Website.

StreetDancer Storm führte als Host durch den Abend

StreetDancer Storm führte als Host durch den Abend

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer - mit solchen Schuhen muß man erstmal tanzen…

Dance Battle Teilnehmer - mit solchen Schuhen muß man erstmal tanzen…

In der Pause wird weitergetanzt…

In der Pause wird weitergetanzt…

Jurymitglied Christopher Matthews

Jurymitglied Christopher Matthews

Jurymitglied Archie Burnett

Jurymitglied Archie Burnett

Ein kleines Workout zwischendurch…

Ein kleines Workout zwischendurch…

Finalist beim Dance Battle

Finalist beim Dance Battle

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Architekturfotografie im Looshaus

Das Looshaus ist eines der bekanntesten Gebäude der Wiener Moderne und verkörpert die Abwendung vom Historismus und Secessionismus. Nach der Fertigstellung wurde es von den Wienern verspottet und der Kaiser selbst wollte das Gebäude nicht sehen. 

Ich durfte im Eingangsbereich (natürlich nicht im Bankbereich), in den hinteren Bereichen, im Hinterhof und auch in der Bar im Untergeschoss fotografieren. 

Der Hinterhof

Vom Inneren des Looshauses kommt man in einen Lichthof, in dem noch die originalen Fliesen zu sehen sind. Diese kann man an der starken Wölbung erkennen.

Die Bar im Untergeschoß

Neben den hellen und offenen Räumlichkeiten gibt es im Untergeschoß noch eine kleine Bar, die sich durch ihr spezielles Lichtdesign auszeichnet. 

Dorotheum Wien - hidden gem im ersten Bezirk

Das Dorotheum ist den meisten wohl als Ort bekannt, an dem man Kunstgegenstände und insbesondere Schmuckstücke ersteigern kann. Beim Betreten beeindruckt der Eingangsbereich des neoklassischen Baus.

Das Unternehmen Dorotheum

Das bereits 1707 gegründete Unternehmen bietet neben klassischen Auktionen auch unbekanntere Schwerpunkte: es ist der größte Juwelier Österreichs, setzt verstärkt auf Fair-Trade Gold, produziert eigene Schmucklinien und die Werke, die zu ersteigern sind, kann man vorab besichtigen - gratis! So finden sich einige Bilder der bekanntesten Celebrities der Kunst-Szene wie beispielsweise Jeff Koons oder Damien Hirst zur Ansicht im Dorotheum!

Hinter den Kulissen des Dorotheums

Im Rahmen eines InstaWalks konnte ich auch ein wenig hinter die Kulissen blicken und zB dem Uhrenmacher und dem Goldschmied bei der Arbeit zusehen. Da sich das Gebäude auch mitte im ersten Bezirk befindet, kann man einige lohnende Blicke über die Dächer Wiens erhaschen.