Schloss Hof und Schloss Niederweiden - Architekturfotografie

Schloss Hof und Schloss Niederweiden - beide nur ein paar Autominuten voneinander entfernt - bieten viele Möglichkeiten für Architekturfotografie. Am 19. Juli, dem europaweit gefeierten Palace Day, konnte ich einige der Gebäude und Säle fotografisch festhalten.

 Ansicht Hauptgebäude Schloss Hof

Ansicht Hauptgebäude Schloss Hof

 Sonderausstellung "Warum isst die Welt, wie sie isst?" auf Schloss Hof

Sonderausstellung "Warum isst die Welt, wie sie isst?" auf Schloss Hof

 Ansicht Orangerie West, Schloss Hof

Ansicht Orangerie West, Schloss Hof

 Sala Terrena, Übergang vom Hauptgebäude zum 8-stufig angelegten barocken Garten, Schloss Hof

Sala Terrena, Übergang vom Hauptgebäude zum 8-stufig angelegten barocken Garten, Schloss Hof

 Hauptgebäude Ostansicht, im Vordergrund der Kybele/Ceresbrunnen Schloss Hof

Hauptgebäude Ostansicht, im Vordergrund der Kybele/Ceresbrunnen Schloss Hof

 Stiege zur Brunnengrotte, Schloss Hof

Stiege zur Brunnengrotte, Schloss Hof

 Gewächshaus im Rosengarten, Schloss Hof

Gewächshaus im Rosengarten, Schloss Hof

 Ausblick von Schloss Hof

Ausblick von Schloss Hof

 Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

 Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

 Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

 Ansicht Eingang/Westen Schloss Niederweiden

Ansicht Eingang/Westen Schloss Niederweiden

 Westseite Schloss Niederweiden

Westseite Schloss Niederweiden

Alfred Seiland - österreichischer Pionier der New Color Photography in der Albertina

Denkt man an die frühzeitige Verwendung von Farbfilm im Kontext künstlerischer Fotografier, fallen einem Namen wie Stephen Shore oder William Eggleston ein. Aber auch der österreichische Fotograf Alfred Seeland hat sich früh ausschließlich dieser Filme bedient. Geboren 1952, arbeitet er seit Mitte der 1970er Jahre als Fotograf und setzt seit 1979 konsequent auf Farbfotografie. Zu diesem Zeitpunkt war das insofern ungewöhnlich, als Farbe auf Grund ihrer Verwendung in Werbung und Modefotografie im künstlerischen Kontext abgelehnt wurde. 

Die Ausstellung in der Albertina

Als zentrales Thema beschäftigt sich Seiland  mit unterschiedlichen Kulturen. Zu sehen sind drei seiner Werkgruppen: “East Coast-West Coast” zeigt die Eindrücke seiner Reisen nach Amerika von 1975 bis 1986. Parallel dazu entsteht die Werkgruppe “Österreich” in der ländliche Gegenden und Dorfsituationen ungeschönt gezeigt werden. Der dritte Zyklus “Imperium Romanum”, an dem er seit 2006 arbeitet, zeigt historische Stätte im Kontext modernen Lebens auf dem Gebiet des ehemaligen römischen Reiches. 

 Alfred Seiland Ausstellung in der Albertina Wien, 2018

Alfred Seiland Ausstellung in der Albertina Wien, 2018

 Alfred Seiland Ausstellung in der Albertina Wien, 2018

Alfred Seiland Ausstellung in der Albertina Wien, 2018

Die Werkgruppen sind aussergewöhnlich umfangreich und sind Ergebnis jahrelanger Recherchearbeit und aufwändiger, genau geplanter Reisen und Presseberechtigungen. Insbesondere “Imperium Romanum” benötigt neben den Fotografien erklärenden Begleittext, der in der Ausstellung der Albertina (wenn auch gekürzt) neben den Fotografien angebracht wurde. 

Grössere Bekanntheit erhielt Alfred Seiland durch eine Werbekampagne für die Frankfurter Allgemeine mit dem Titel “Dahinter steckt immer ein kluger Kopf”. Zu sehen sind berühmte Persönlichkeiten im Kontext, immer lesend hinter einer aufgeklappten FAZ versteckt. Die ausgestellten Fotografien laden dazu ein, die Zeitung im Bild zu suchen. Manche der Aufnahmen sind in einem sehr aussergewöhnlichen Setting aufgenommen - beispielsweise das Foto von Helmut Kohl oder Reinhold Messner.

Was die Fotografien von Alfred Seiland besonders macht

Alfred Seiland zeigt in seinen Fotografien Ort, wie sie sind. Er greift nicht ein und lichtet die Gegebenheiten so ab, wie er sie vorgefunden hat. Trotzdem ist er weit von Street Photography entfernt, die reaktiv und schnell auf nur kurzlebige Situationen reagiert. Seine Fotografien sind aussergewöhnlich präzise komponiert. Die Aufnahmen zeichnen sich durch eine Vielzahl von Ebenen und Durchblicken aus.

 Imperial, Kalifornien, USA, 1979, Alfred Seiland

Imperial, Kalifornien, USA, 1979, Alfred Seiland

 Sulztal, Österreich, 1992, Alfred Seiland

Sulztal, Österreich, 1992, Alfred Seiland

 Nadja Auermann (Model), Berlin, Deutschland, 1997, Alfred Seiland

Nadja Auermann (Model), Berlin, Deutschland, 1997, Alfred Seiland

 Arg-e Bam, Bam, Iran, 2017, Alfred Seiland

Arg-e Bam, Bam, Iran, 2017, Alfred Seiland

Der Einsatz einer analogen Großformatkamera ermöglicht ihm perspektivisch gerade ausgerichtete Linien. Ebenfalls durch das große Format ist eine maximal durchgehende Schärfe im gesamten Bild zu sehen. Kein Bildelement soll durch das gerade so moderne Bokeh entwertet oder hervorgehoben werden. Und noch eine weitere Eigenschaft seiner Bilder macht sie besonders: er sucht immer nach passenden Wetter- und Tageslichtsituationen. Besonders schön kann man das an der “East Coast-West Coast” Serie erkennen, bei der wundervolle Farbkompositionen in pastellen Tönen auch den Himmel inkludieren. Das bewusste und genaue Fotografieren steigert meine Hochachtung vor den ausgestellten Bildern nur noch mehr - ganz im Gegensatz zu dem einfachen Anwenden Lightroom-Presets im "Analog-Look". 

Fazit: Hingehen und hinschauen, so gehört's gemacht!

InstaWalk im Musikverein Wien (Architekturfotografie)

Gemeinsam mit den Instagrammers Austria besuchte ich den Wiener Musikverein. Insbesondere konnte ich dort im Brahmssaal und im Goldenen Saal fotografisch festhalten. Für einen Architekturfotografen eine besondere Location! Vielen Dank an die IgersAustria und den Musikverein, dies möglich gemacht zu haben. 

 Eingangsbereich des Wiener Musikvereins

Eingangsbereich des Wiener Musikvereins

 Brahms Saal im Wiener Musikverein

Brahms Saal im Wiener Musikverein

 Brahms Saal im Wiener Musikverein

Brahms Saal im Wiener Musikverein

 Brahms Saal im Wiener Musikverein

Brahms Saal im Wiener Musikverein

 Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Deckendetail im Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Deckendetail im Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Detail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Detail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Orgeldetail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Orgeldetail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Seiteneingang im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Seiteneingang im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Orgeldetail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Orgeldetail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Mit der Diana F von Lomography und den Igers Vienna unterwegs

Vor einiger Zeit konnte ich gemeinsam mit Lomography und den Instagrammers Vienna die Diana F+ ausprobieren. Vielen Dank für die Möglichkeit! Inzwischen gibt es auch die neue Diana Instant Square Camera auf Kickstarter, die die Diana mit Instant-Fotos verbindet.

Der Walk

An sich gibt es an der Diana F+ ja nicht allzu viel einzustellen: für die Blende gibt es bewölkt, halbschattig und sonnig und für die Entfernung 1-2 Meter, 2-4 Meter und unendlich. Man kann sich also relativ befreit an das Fotografieren machen. Bei 16 Bildern pro Filmrolle überlegt man es sich dann trotzdem immer wieder, ob sich ein Foto wirklich lohnt ;)

Ganz hatte ich das Weiterkurbeln des Films aber nicht heraus, da immer wieder Balken von der nächsten oder vorigen Auslösung auftauchen. Und nachdem die Diana mit einem analogen Mittelformatfilm ausgestattet werden muss, sind nach dem Fotografieren auch ein paar Tage Wartezeit angesagt, bis man die Fotos in den Händen hält. Außer, man entwickelt den Film selbst zu Hause - ein Thema, das mich auch noch sehr interessiert.

Am Interessantesten war für mich die Erfahrung, dass ich abends nach dem Walk nicht (wie sonst üblich) erst die Fotos von den Speicherkarten kopierte, in Lightroom importiere, selektiere und zu bearbeiten begann. Man ist direkt fertig mit dem Fotografieren und kann sich zurücklehnen. Bei den Sofortbild und Insta-Kameras geht das noch schneller!

Die Scans

Die Scans kamen relativ kontrastarm an und so drehte ich in Lightroom an einigen Reglern, um den gewünschten Bildlook zu erhalten. 

Exploring Vivian Maier: eine Ausstellung im Westlicht

Eigentlich suchte John Maloof Aufnahmen des frühen Chicago für sein Buchprojekt "Portage Park". Bei einer Zwangsversteigeerung 2007 erstand er dabei zufällig einige Kiste mit Fotografien und unentwickelten Filmen der bisher unbekannten Vivian Maier. Schon bald realisierte er die Bedeutung des ersteigerten Materials. 

Als Tochter eines Vaters aus der k. u. k. Monarchie und einer französischen Mutter wurde Vivian Maier 1926 in New York geboren. Sie arbeitete als Nanny um sich den Tag frei einteilen und  fotografieren zu können. Zeitlebens zeigte sie ihre Fotografien jedoch niemandem. Nicht einmal sich selbst: tausende unentwickelte Filmrollen fanden sich in den eingelagerten Kisten. War es anfangs noch eine Kodak Brownie Boxkamera, verwendete sie später verschiedene Rolleiflex Mittelformatkameras, die ein quadratisches Format vorgaben. 

 Eine Rolleiflex, wie Vivian sie verwendet hat.

Eine Rolleiflex, wie Vivian sie verwendet hat.

Street Photography in New York und Chicago

Heute wird sie gern mit Henri Cartier-Bresson oder Robert Frank in einem Atemzug genannt. Ihr Werk, das am ehesten als Street Photography bezeichnet werden kann, zeigt oft die Straßen von New York, alltägliche Szenen und spielende Kinder. Ihr außergewöhnliches Auge für Komposition und den richtigen Augenblick lässt sich auch in den Selbstportraits erkennen, die sich durch interessante Spiegelungen und Überlagerungen auszeichnen. 

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 Selbstportrait von Vivian Maier

Selbstportrait von Vivian Maier

Nur wenige Menschen kennen ihr Werk

Insgesamt ist das Werk von Vivian Maier schwierig zu beurteilen, da es auf Grund des amerikanischen Urheberrechts Streitigkeiten um ihren Nachlass gibt. Dies führt dazu, dass die Sammler, die ihre Werke ersteigerten, zwar Eigentümer sind, diese aber nicht vervielfältigen (also Abzüge machen) oder ausstellen dürfen. Nur verkaufen ist möglich. Daher sind die bisher bekannten Fotografien von Vivian Maier ein winziger Auszug aus ihrem Œu­v­re. Nur die John Maloof und wenige andere wissen, welche Schätze hier möglicherweise noch zu Tage treten. 

Wer mehr über die Geschichte der Vivian Maier wissen möchte, dem sei die preisegekrönte Dokumentation "Finding Vivian Maier" empfohlen. 

 "Vivian Maier - Street Photographer" Ausstellung im Westlicht

"Vivian Maier - Street Photographer" Ausstellung im Westlicht

 "Vivian Maier - Street Photographer" Ausstellung im Westlicht

"Vivian Maier - Street Photographer" Ausstellung im Westlicht

 "Vivian Maier - Street Photographer" Ausstellung im Westlicht

"Vivian Maier - Street Photographer" Ausstellung im Westlicht

Die Ausstellung im Westlicht

Ich besuchte die Ausstellung im Rahmen eines InstaWalks der Instagrammers Austria inklusive Führung von Evan Mühlbacher. Der Großteil der ausgestellten Fotos sind schwarz-weiß, es finden sich aber auch ein paar Farbfotos, die in späteren Jahren entstanden sind. Die Ausstellung im Westlicht wurde von Anne Morin, diChroma Photography, Madrid, und Rebekka Reuter, WestLicht, kuratiert und ist noch bis 19. August 2018 zu sehen. 

 Eva Mühlbacher erklärt eines der Selbstportraits von Vivian Maier

Eva Mühlbacher erklärt eines der Selbstportraits von Vivian Maier

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Asteroid Day 2018 im Naturhistorischen Museum Wien (Fotoreportage)

Bereits zum vierten Mal findet weltweit der Asteroid Day statt. Ziel ist es, auf die Gefahren aus dem Weltall als Naturgewalt hinzuweisen und auch die Bedeutung von Asteroiden stärker zu vermitteln.

Das Naturhistorische Museum ist als offizieller Partner wieder dabei und widmet dem Asteroid Day am 30. Juni ein Nachmittagsprogramm. Ich besuchte die Veranstaltung gemeinsam mit den Instagrammers Vienna im Rahmen eines InstaWalks. Die Führung wurde gekonnt vom Astrophysiker Gabor I. Herbst-Kiss geleitet. Viele Modelle und originale Gegenstände vermitteln die verwendete Technik und Herausforderungen bei Planung und Durchführung. 

 Astrophysiker Gabor I. Herbst-Kiss

Astrophysiker Gabor I. Herbst-Kiss

 Original Logbuch

Original Logbuch

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 Führung von Astrophysiker Gabor I. Herbst-Kiss

Führung von Astrophysiker Gabor I. Herbst-Kiss

 Verdeutlichung, wie unglücklich schräg die Landeposition von Rosetta auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, genannt "Tschuri" war.

Verdeutlichung, wie unglücklich schräg die Landeposition von Rosetta auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, genannt "Tschuri" war.

 Man beachte die Grössenverhältnisse zur Stadt Wien...

Man beachte die Grössenverhältnisse zur Stadt Wien...

In einem zweiten Teil der Ausstellung werden künstlerische Arbeiten zum Thema gezeigt. 

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 Alle Elemente, die den Menschen ausmachen.

Alle Elemente, die den Menschen ausmachen.

Meteoreintritte in die Erdadtmosphäre live beobachten

Als Besonderheit wird an ebendiesem Tag eine Meteor-Radarstation eröffnet, welche kleine extraterrestrische Trümmerteilchen erfasst, die auf der Erde landen. Davon gibt es täglich immerhin ca. 100 Tonnen! 

 Ing. Michael Zwingl im Gespräch

Ing. Michael Zwingl im Gespräch

 

 

Und was kam nach Otto Wagner? "Post Otto Wagner" Ausstellung im MAK

An Otto Wagner kommt man dieser Tage kaum vorbei. Zum 100. Todestag widmet das Wien Museum dem "Vater der Moderne" eine Ausstellung, die noch bis zum 7. Oktober 2018 zu sehen ist. 

 "Post Otto Wagner" im MAK Wien

"Post Otto Wagner" im MAK Wien

"Die perfekte Ergänzung" dazu ist laut MAK-Direktor Christoph Thun-Hohenstein nun die im Museum für Angewandte Kunst (MAK) präsentierte Ausstellung "Post Otto Wagner. Von der Postsparkasse zur Postmoderne". In den unterschiedlichen Themenbereichen präsentiert das MAK Wagners nachhaltige Wirkung auf die Architektur der Moderne bis hin zur Postmoderne und zur Gegenwart. Besonders spannend sind seine Gedanken und Entwürfe, die Wagner 1911 in seiner Studie "Die Großstadt" veröffentlichte. 

Fotos der Ausstellung:

Viele Modelle, Zeichnungen, Pläne aber auch Möbel veranschaulichen seine Strahlkraft auf nachfolgende Architekten und Designer. Für mich waren auch die ausgestellten Fotoserien von Stefan Oláh zu den Stadtbahnbögen und die "Splittings"-Serie der Postsparkasse von Hagen Stier sehenswert. 

Die Ausstellung ist noch bis 30. September 2018 zu sehen. Ausstellungsführungen finden jeden Samstag um 14:00 Uhr statt. Dialogführungen sind am Dienstag, 5.6.2018, 18:00 Uhr (Kurator Sebastian Hackenschmidt und Ákos Moravánsky) und am Dienstag, 11.9.2018, 18:00 Uhr (Kurator Sebastian Hackenschmidt und Claudia Cavallar).

Ausstellung "100 BESTE PLAKATE 17" goes augmented reality

Schon seit 2002 (mit dem Jahrgang 2001) werden alljährlich von einer 5-köpfigen Fachjury im Rahmen des Wettbewerbes “100 BESTE PLAKATE. Deutschland Österreich Schweiz” die besten Plakate des Jahres für die drei Länder ausgewählt. Der Wettbewerb selbst hat aber schon ab 1990  ein sehr lange Tradition in der DDR und Deutschland. Bisher wurde die Ausstellung im MAK präsentiert, seit heuer ist sie erstmals im MAK DESIGN LABOR zu sehen.

Fotos der Ausstellung:

Aufwändige Auswahl ...

Die Juroren mussten sich heuer durch die Rekordanzahl von 2293 eingereichten Plakaten arbeiten. Dabei werden Kriterien wie Feinheiten in der Gestaltung, Typographie, Illustration und Fotografie sowie innovative Ansätze bewertet. Durch den unterschiedlichen Background der Jurymitglieder  treffen verschiedene Meinungen aufeinander. So entstehen Diskussionen zu Themen wie: Ab welchem Format kann man von einem Plakat sprechen? Reicht eine Illustration aus? Muss das Plakat eine Fernwirkung haben oder ist es ausreichend, wenn man erst direkt davor stehend erkennen kann/lesen kann, worum es geht? In jedem Fall ist es jedoch wichtig, dass es bei der Auswahl explizit nicht um marketing- und betriebswirtschaftlich relevante Kennzahlen geht. 

Mehr als "nur" Plakate ...

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Verlag Kettler Dortmund erschienen. Das dafür notwendige Corporate Design wurde von Jakob Mayr und Kilian Wittmann von der Klasse für Ideen am Institut für Design an der Universität für angewandte Kunst Wien erdacht. 

Zusätzlich zum statischen Betrachten der Plakate bietet die freie mobile Artivive App (für iOS und Android) auch die Möglichkeit, ausgewählte Plakate mittels Augmented Reality Feature zum Leben zu erwecken. Leider hat das nicht bei allen markierten Plakaten funktioniert. Wo es aber möglich war, überlagert die App das reale Plakat im Smartphonebildschirm mit einer animierten Version. 

Die Ausstellung ist vom 27. Juni bis 23. September im Wiener MAK zu sehen und im Rahmen einer Ausstellungstournee später auch an weiteren Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

Das Rahmenprogramm besteht aus einer Kuratorenführung (10.07. um 17:00 Uhr) mit Peter Klinger und einer MINI MAK Tour “A0, A1, A Weltformat” (16.09. um 11:00 Uhr) für die ganze Familie.