Warum man sich die World Press Photo 2018 im Westlicht ansehen sollte

Wie auch in den letzten 16 Jahren ist die World Press Photo im Westlicht zu Gast. Darüber habe ich hier und hier berichtet. Diesmal besuchte ich eine Führung von Sanne Schim van der Loeff, Ausstellungsmanagerin und Kuratorin bei der World Press Photo Foundation. Sie lieferte viele interessante Einblicke in die Arbeit der Juroren.

Wer sich in den letzten Jahren die World Press Photo Ausstellungen angesehen hat könnte meinen: Fotos von Kriegen, Verwundeten und Toten habe man genug gesehen. Warum also sollte man sich im Jahr 2018 also erneut ins Westlicht begeben?

 Sanne Schim van der Loeff, World Photo Press Kuratorin bei ihrer Führung im Westlicht

Sanne Schim van der Loeff, World Photo Press Kuratorin bei ihrer Führung im Westlicht

 Sanne Schim van der Loeff, World Photo Press Kuratorin bei ihrer Führung im Westlicht

Sanne Schim van der Loeff, World Photo Press Kuratorin bei ihrer Führung im Westlicht

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Warum man die World Press Photo heuer ansehen sollte

Grund 1: Context matters

Auch wenn es einige Disziplinen gibt beim World Press Photo Award gibt, die einzelne Fotografien würdigen, so bleibt doch ein wesentlicher Eckpfeiler immer relevant: Context matters! Ein Foto/eine Serie von Fotos alleine können nicht die ganze Geschichte erzählen. Eindrucksvoll demonstrierte das Sanne Schim van der Loeff bei Fotografien von Ivor Prickett. Auf einem der Bilder trägt ein Soldat einen nackten Jungen. Man könnte annehmen, dass dieser tot wäre. Die richtige Erklärung für dieses Foto ist aber, dass sich ein Soldat der Irakischen Spezialkräfte (ISF) um den Jungen kümmert, der zuvor mutmaßlich als lebendes Schutzschild von einem IS-Kämpfer missbraucht wurde. Ohne notwendiges Hintergrundwissen ist dieses Foto - sowie auch viele andere - nicht zu interpretieren. Und so geht es dem World Press Photo Contest darum, die richtigen/korrekten Geschichten zu erzählen. Das funktioniert aber oft nur durch das Lesen der Begleittexte.

 Ivor Prickett, 1. Preis Fotoserien bei der World Press Photo 2018 (Ausschnitt)

Ivor Prickett, 1. Preis Fotoserien bei der World Press Photo 2018 (Ausschnitt)

Grund 2: Konstruktiver Photojournalismus

Bekannt(er) sind wohl die grausamen/direkten Fotografien, die fast schon reisserisch um die Aufmerksamkeit der Betrachter buhlen. Dabei würdigt die Jury auch Arbeiten, die sich konstruktiven Themen widmen. Gut zu sehen ist das beispielsweise beim 2. Preis für Fotoserien von Anna Boyiazis. Ihre Serie zeigt Mädchen auf dem Sansibar-Archipel, die traditionell auf Grund von Vorschriften der konservativen islamischen Kultur nicht schwimmen lernen dürfen. Das Panne-Projekt sorgt für körperbedeckende Badeanzüge mit denen die Mädchen das Schwimmen lernen und Rettungsmaßnahmen durchführen können. Das Projekt zeigt, wie das Zusammenleben verändert werden kann ohne auf Konflikte zu fokussieren.

Oder die Fotoserie von Juan D. Arredondo, die ehemalige FARC Guerillas zeigt, die die Waffen niedergelegt haben und mit mit Opfern des Konfliktes gemeinsam Fußball spielen.

 2. Preis Fotoserien von Juan D. Arredondo bei der World Press Photo 2018

2. Preis Fotoserien von Juan D. Arredondo bei der World Press Photo 2018

ArtClub Gloriette - Where PopArt meets imperial style

Die Gloriette als prachtvoller Bau mit einzigartigem Ausblick auf Wien wurde als Ort für ein Event der besonderen Art ausgewählt: des ersten ArtClub Gloriettes, organisiert von kleeee.art am 13. September 2018. Das normalerweise beherbergte Kaffeehaus musste für diesen Abend einer Ausstellung von PopArt Werken des Künstlers Steve Alan Kaufman weichen, eines ehemaligen Schülers von Andy Warhol. Das Gebäude wurde für diesen Zweck mit blauen Scheinwerfern und Mustern bestrahlt.

 Seitenansicht der Gloriette

Seitenansicht der Gloriette

 Seitenansicht der Gloriette

Seitenansicht der Gloriette

 Blau beleuchtete Gloriette

Blau beleuchtete Gloriette

Der kleeee.ArtTalk 2018

Michael Holeschofsky führte durch den Abend und stellte den Kunstsammler Alberto Panizzoli aus Triest vor, berichtete über das Charity Projekt “Give Kids a Break“ und stellte den Roman über Steve Alan Kaufman „L´Invitato“ von Starautor Massimiliano Alberti (erstmalig in Deutsch) vor.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurde das Thema "Artificial Art - Reale Kunst oder Fiktion?" diskutiert.

 Michael Holeschofsky - Organisator vom ArtClub Gloriette

Michael Holeschofsky - Organisator vom ArtClub Gloriette

 Michael Holeschofsky - Organisator vom ArtClub Gloriette

Michael Holeschofsky - Organisator vom ArtClub Gloriette

 Starsaxophonist Max Merseny performte auf der Gloriette

Starsaxophonist Max Merseny performte auf der Gloriette

Brillen von Tatueye

Wer seine PopArt Kunstwerke gerne auch auf seiner Brille tragen möchte, der ist mit Tatueye gut bedient. Das neuartige Verfahren ermöglicht ein Einbrennen von Vorlagen auf Brillen mittels UV-Licht. Die Brillen sind dabei sehr widerstandsfähig und können auch in einer optischen Variante getragen werden.

Was Sie auch noch interessieren könnte:

Die Prunkräume der Albertina - Architekturfotografie

Die Albertina besuche ich relativ häufig - zuletzt beispielsweise bei Raffael, den New Acquisitions und Keith Haring oder aber auch die Fotoaustellungen von Robert Frank, Gregor Sailer oder Alfred Seiland (die Ausstellung und das Gespräch).

Ein besonderes Erlebnis sind aber die Prunkräume der Albertina. Gemeinsam mit den Instagrammers Austria konnte ich mich hier fotografisch austoben.

 Rokoko Zimmer in den Prunkräumen der Albertina

Rokoko Zimmer in den Prunkräumen der Albertina

 Musensaal in der Albertina

Musensaal in der Albertina

 Musensaal mit Blick auf den Gang - Albertina

Musensaal mit Blick auf den Gang - Albertina

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 Ankleidezimmer in den Prunkräumen der Albertina

Ankleidezimmer in den Prunkräumen der Albertina

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Die besten Fotos der AniNite 2018

Gemeinsam war ich mit Janetts Meinung auf der AniNite 2018 - die größte japanische Anime- und Manga Konferenz in Österreich - unterwegs. Zahlreiche Fans bevölkerten die META-Stadt von Freitag bis Sonntag und erlebten tolles Cosplay, Workshops, Vorträge, Konzerte und plünderten Verkaufsstände für Sammelfiguren, Kartendecks und Fanzubehör. 

Einen Bericht zur AniNite 2018 gibts auf Janetts Meinung.

Fotos von der AniNite

Natürlich besuchte ich die Performances von Haruko und Takuya Taniguchi und die Cosplay Contests! Alle meine Fotos vom Event sind hier zu finden. 

Nun noch ein kleiner Teaser, was es alles zu sehen gab:

 AniNite 2018 Hauptbühne

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 AniNite 2018 - alles, was das Fanherz begehrt

AniNite 2018 - alles, was das Fanherz begehrt

 AniNite 2018 - Performance von Takuya Taniguchi

AniNite 2018 - Performance von Takuya Taniguchi

 AniNite 2018 - Performance von Haruka

AniNite 2018 - Performance von Haruka

 AniNite 2018 - Cosplay contest

AniNite 2018 - Cosplay contest

 AniNite 2018 - Cosplay contest

AniNite 2018 - Cosplay contest

 AniNite 2018 Cosplayer

AniNite 2018 Cosplayer

 AniNite 2018 - Cosplay contest Jurymitglied

AniNite 2018 - Cosplay contest Jurymitglied

 AniNite 2018 - Free Hugs :)

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 AniNite 2018 - Auch vom schlechten Wetter am Samstag und Sonntag liesen sich die Fans nicht entmutigen

AniNite 2018 - Auch vom schlechten Wetter am Samstag und Sonntag liesen sich die Fans nicht entmutigen

 AniNite 2018 - Cosplay von @yurios_cosplay

AniNite 2018 - Cosplay von @yurios_cosplay

 AniNite 2018

AniNite 2018

Noch mehr Fotos ...

... gibt es auf meiner Gallery Website der AniNite 2018

"Spaces" von Eva Schlegel in Krems

Space with man left out - no man's space (Niemandsraum, 2016)

Für den Linzer Höhenrausch 2016 hat Eva Schlegel bereits ein begehbares Labyrinth aus Stahl- und Spiegelelementen konstruiert. Dieses wurde jetzt im Längsschiff der Dominikanerkirche neu arrangiert. Das Konstrukt belegt den zentralen Raum und zwingt die Besucher sich Wege durch das Gerüst zu suchen. Es wird zwar nicht explizit darauf hingewiesen, aber selbst Spiegelflächen, welche direkt am Boden liegen, sind so konstruiert, dass sie begangen werden können. Somit wird der säkularisierte Raum neu erlebbar gemacht. Ziel war, dass sich der Raum möglichst vielfältig spiegelt - und die Besucher nur nach Bemühungen sichtbar werden. 

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Cloudspace, 2018

Neben dem Langhaus wurde auch der Chor von Eva Schlegel gestaltet. Sie stellte dem lichtdurchfluteten Gang einen organisch wirkenden Spiegelpavillon entgegen, der groß genug ist, um mehreren Personen Platz zu bieten. Auch hier ist es nicht einfach, sich selbst im Spiegel zu sehen. Für Fotografen eine recht angenehme Eigenschaft. 

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Fotografien und filmische Arbeiten in der Kunsthalle Krems

Zusätzlich zu den zwei Arbeiten in der Dominikanerkirche sind Fotografien und Videoarbeiten von Eva Schlegel in der Kunsthalle Krems zu sehen. Ihre durch starke Unschärfe gekennzeichneten Fotografien zeigen Innenräume, die oft Bezug zur Kunst haben. Die Räume sind wohl als solche wahrnehmbar, werden aber nur durch Türen, Öffnungen und Licht definiert. Somit werden dem Betrachter offene Wege zur eigenen Interpretation geöffnet. In der Zentralen Halle werden filmische Arbeiten gezeigt. Die großformatigen Bilder erzeugen eine eigenartige Stimmung, wirken sie doch aus naher Betrachtung sanft und weich, obwohl die dargestellten Wände und Türen harte Kanten haben müssten.

Ihre Arbeiten sind noch bis 4. November 2018 in der Kunsthalle Krems zu sehen. 

 Ausstellung von Eva Schlegel in Krems, 2018

Ausstellung von Eva Schlegel in Krems, 2018

 Ausstellung von Eva Schlegel in Krems, 2018

Ausstellung von Eva Schlegel in Krems, 2018