Winter Is Coming: Die neue Tour "Schnee von gestern?!" der KHM Stories App

Der Klimawandel als eines der größten Probleme der Menschheit ist insbesondere durch Greta Thunberg in das Bewusstsein vieler Menschen und selbst einiger Politiker gebracht worden. Immer neue Forschungsergebnisse prognostizieren die zu erwartenden Änderungen im Klima in der nahen und ferneren Zukunft. Das Kunsthistorische Museum Wien hat sich dem Thema nun in ihrer “KHM Stories” App angenommen und dazu eine spannende Tour zusammengestellt.

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Die “KHM Stories” App

Die bereits seit einigen Jahren existierende App ermöglicht das Erkunden des KHM via Smartphone zu vorgegebenen Themen. Man lauscht, am besten mit Kopfhörern, den sehr gut gesprochenen Texten und lustwandelt so durch das Museum. Gut gemachte Navigationsanweisungen zeigen den Weg durch die Gänge zu den nächsten Objekten. Die App geht aber weit über die Funktionalität eines Audioguides hinaus: Animationen, Videos, Quizze und weitere interaktive Elemente werden eingesetzt. Die Software ist für iOS und Android verfügbar und übrigens auch außerhalb des Museums verwendbar, obwohl das direkte Entdecken von Details in Originalen im Museum durch nichts zu ersetzen ist. Und das Beste: Die App ist kostenlos! Also gleich in den Appstore und runterladen!

Mehr Infos zur App gibt es hier.

Die neueste Tour: “Schnee von gestern?!”

Die bereits zehnte Tour beschäftigt sich mit dem Klimawandel und zeigt, dass sich Künstler auch in früheren Jahrhunderten Gedanken zur problematischen Beziehung des Menschen zur Natur gemacht haben. Ein sympathischer Baum (mit Po!) führt dabei durch das Museum.

Interaktive Elemente wie ein Quiz zum eigenen ökologischen Fußabdruck machen die 40-minütige Tour kurzweilig. Man lernt wie Gemälde zur Bestimmung des Wasserstandes in Venedig herangezogen wurden oder wie Upcycling im 16. Jahrhundert funktioniert hat.

Angenehmer Nebeneffekt: Die Touren führen möglicherweise auch in Bereiche des Museums, die man normal eher links liegen lässt ;)

Backstage bei den Proben zu "Angels in America" der Neuen Oper Wien im MQ (Theaterfotografie)

Ich durfte die erste Probe zu “Angels in America” der Neuen Oper Wien (NOW) im Museumsquartier Halle E besuchen. Selbst im Probebetrieb ist es nicht einfach, Backstage keinem im Weg zu sein ;) Besonders spannend ist dabei die konzeptionelle Ausrichtung der Neuen Oper Wien: Sie konzentriert sich inhaltlich auf Werke des 20. und 21. Jahrhunderts und bringt hier Uraufführungen und österreichische Erstaufführungen auf die Bühne. Eine Führung vom Musikalischen Leiter Prof. Walter Kobéra brachte spannende Einblicke in den Betrieb der Neuen Oper Wien.

Warum hat die Neue Oper Wien keine fixe Spielstätte?

Anders als bekannte Häuser wie die Staatsoper, das Theater An Der Wien oder andere Stätten hat die Neue Oper Wien eben keine feste Location. Für jedes Stück wird eine adäquate Örtlichkeit gesucht. Dies führt natürlich zu immer neuen Herausforderungen organisatorischer und technischer Natur. Dafür ist die Neue Oper Wien nicht in Zwängen verhaftet und kann flexibel neue Produktionen gestalten. Spielstätten werden immer neu erforscht und Bühnenbild und Akustik daraufhin optimiert.

Teil des Bühnebildes “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Teil des Bühnebildes “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Backstage auf dem Weg zu den Räumlichkeiten der Sänger und Musiker in der Halle E im MQ

Backstage auf dem Weg zu den Räumlichkeiten der Sänger und Musiker in der Halle E im MQ

Garderobenbereich der Musiker für “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Garderobenbereich der Musiker für “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Er spielt wohl auch eine Rolle im Stück “Angels in America” der Neuen Oper Wien

Er spielt wohl auch eine Rolle im Stück “Angels in America” der Neuen Oper Wien

Erste Probe von “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Erste Probe von “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Blick in den Orchestergraben bei den Proben zu “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Blick in den Orchestergraben bei den Proben zu “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Blick in den Orchestergraben bei den Proben zu “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Blick in den Orchestergraben bei den Proben zu “Angels in America” der Neuen Oper Wien im MQ

Inna Savchenko bei den Proben zu "Angels in America" der Neuen Oper Wien im MQ.

Inna Savchenko bei den Proben zu "Angels in America" der Neuen Oper Wien im MQ.

Schattenspiele des Dirigenten und Musikalischen Leiters der NOW Prof. Walter Kobéra bei den Proben zu "Angels in America" der Neuen Oper Wien im MQ.

Schattenspiele des Dirigenten und Musikalischen Leiters der NOW Prof. Walter Kobéra bei den Proben zu "Angels in America" der Neuen Oper Wien im MQ.

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Der Wasserturm in Favoriten

Ein Besuch im Wasserturm Favoriten ermöglichte mir ein paar tolle Eindrücke vom Inneren des Gebäudes. Zeitlich viel mein Besuch mit einem grandiosen Sonnenuntergang zusammen. Dies führe zu wunderbaren Licht- und Schattenspielen im Inneren des Wasserturms. Ein kitschiges Sonnenuntergangsfoto vom Balkon des Turmes aus von oben erspare ich der geneigten Leserschaft.

Im unteren Bereich sind laufend Kunstausstellungen zu besichtigen.

Im unteren Bereich sind laufend Kunstausstellungen zu besichtigen.

Licht- und Schattenspiele im Wasserturm

Licht- und Schattenspiele im Wasserturm

Licht- und Schattenspiele auf dem Weg nach oben- Wasserturm Favoriten

Licht- und Schattenspiele auf dem Weg nach oben- Wasserturm Favoriten

Man quetscht sich am Wassertank vorbei nach oben- Wasserturm Favoriten

Man quetscht sich am Wassertank vorbei nach oben- Wasserturm Favoriten

Der nahende Sonnenuntergang führt zu spannenden Schattenwürfen- Wasserturm Favoriten

Der nahende Sonnenuntergang führt zu spannenden Schattenwürfen- Wasserturm Favoriten

Spannende Schattenspiele kurz vor Sonnenuntergang - Wasserturm Favoriten

Spannende Schattenspiele kurz vor Sonnenuntergang - Wasserturm Favoriten

Unter dem Dach des Wasserturms - eine wirklich beeindruckende Struktur - Wasserturm Favoriten

Unter dem Dach des Wasserturms - eine wirklich beeindruckende Struktur - Wasserturm Favoriten

Seit 1910 ist der Wasserturm nicht mehr in Betrieb. Die Wasserzuführ für die höher gelegenen Bezirks übernahm damals die II. Wiener Hochquellenleitung - Wasserturm Favoriten

Seit 1910 ist der Wasserturm nicht mehr in Betrieb. Die Wasserzuführ für die höher gelegenen Bezirks übernahm damals die II. Wiener Hochquellenleitung - Wasserturm Favoriten

Sonnenuntergang im Wiener Wasserturm Favoriten

Sonnenuntergang im Wiener Wasserturm Favoriten

Blick nach oben - Wasserturm Favoriten

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ImPulsTanz 2019 - Behind the Scenes und Dance Battle - die besten Fotos

Wenn man dieser Tage durch Wien fährt, fällt unweigerlich der blick auf Plakate vom ImPulsTanz Festival ). Vom 11. Juli bis 11. August 2019 werden unzählige Performances und Workshops abgehalten und Researchprojekte präsentiert. 1984 wurde das Festival für zeitgenössischen Tanz gegründet und seitdem entwickelte es sich zu einem der wichtigsten Tanzfestivals weltweit. Bespielt wird dabei sozusagen ganz Wien: es wird Vorstellungen im Burgtheater, Volkstheater, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien & mumok – Hofstallungen, Leopold Museum, Schauspielhaus, Kasino am Schwarzenbergplatz, Akademietheater, Odeon Theater und in der Halle E geben.

Tänzer Shan beim Trainieren (und Posen…)

Tänzer Shan beim Trainieren (und Posen…)

Auch wenn nebenan die Schlange für den Dance Battle wartet - es finden sich genügend Plätze in den riesigen Hallen zum entspannen

Auch wenn nebenan die Schlange für den Dance Battle wartet - es finden sich genügend Plätze in den riesigen Hallen zum entspannen

Tanz-Workshop mit Archie Burnett

Tanz-Workshop mit Archie Burnett

Workshop mit Daybee Dorzile & Sofie Douda

Workshop mit Daybee Dorzile & Sofie Douda

Behind the Scenes at ImPulsTanz

Im Rahmen eines InstaWalks mit den IgersVienna durfte ich einen Blick hinter die Kulissen von ImPulstanz erhaschen. Eine spannende Führung mit Rio Ratzinger, Artistic Director Workshops & Research, gab uns Einblicke in diverse laufende Workshops und in die Requisitenhallen des Burgtheaters.

Die Vorbereitungen für den Dance Battle laufen an. Abends wird die Halle zum Bersten voll sein und Zuschauer können nur n och durch die Fenster zusehen.

Die Vorbereitungen für den Dance Battle laufen an. Abends wird die Halle zum Bersten voll sein und Zuschauer können nur n och durch die Fenster zusehen.

Requisiten des Burgtheaters werden hier in Lagerhäusern verstaut, in denen LKWs mit dem Lift fahren…

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Endlos lange Gänge mit Requisiten …

Endlos lange Gänge mit Requisiten …

Dance Battle - Rhythm is a dancer

Ein besonderes Highlight ist der Dance Battle - Rhythm is a Dancer. Die heurige Location - eine riesige Halle im Arsenal - bietet noch mehr Platz für Tänzer und Zuschauer und besitzt sogar einen Schwingboden, für Tänzer besonders angenehm. Rund 40 internationale Teilnehmer treten gegeneinander in freiem Tanzstil gegeneinander an. In der ersten Runde haben sie 45 Sekunden Zeit eine Interpretation eines Songs darzubieten, der vorab nicht bekannt war. Danach entscheidet die Jury über die besten 16 des Teilnehmerfeldes. Diese treten dann im K.O. System gegeneinander an. Die Jury Bestsand aus Archie Burnett, Terence Lewis, Christopher Matthews, Laura Aris, Angélique Willkie. Und sie hatten es schwer. Das K.O. System machte es den Judges nicht leicht: Viele der Performances waren außergewöhnlich gut. Am Ende setzte sich Vasko Nasonov aus Moskau durch. Street-Dancer Storm führte gewohnt souverän durch den Abend, die ungewöhnliche Musikauswahl kam wieder von DJ Worst Messiah und sorgte nicht einmal am Beginn der Tracks für ratlose Gesichter bei den Teilnehmern.

Fotos aller Teilnehmer_innen gibt es auf meiner Gallery-Website.

StreetDancer Storm führte als Host durch den Abend

StreetDancer Storm führte als Host durch den Abend

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer - mit solchen Schuhen muß man erstmal tanzen…

Dance Battle Teilnehmer - mit solchen Schuhen muß man erstmal tanzen…

In der Pause wird weitergetanzt…

In der Pause wird weitergetanzt…

Jurymitglied Christopher Matthews

Jurymitglied Christopher Matthews

Jurymitglied Archie Burnett

Jurymitglied Archie Burnett

Ein kleines Workout zwischendurch…

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Finalist beim Dance Battle

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Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Die Liebe ist ein seltsames Spiel - Ganymed in love im Kunsthistorischen Museum Wien

Über die Bedeutung der Werke aus der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums lässt sich trefflich diskutieren. Die Ganymed Serie ist jedoch bekannt dafür, ausgewählte Gemälde in völlig neuem Kontext zu deuten und performativ im Museum erfahrbar zu machen. War es im Jahr 2018 beispielsweise die Natur, welche die Hauptrolle gespielt hat (mein Blogpost dazu), so ist es diesmal die Liebe.

Spielarten der Liebe

Bereits zum sechsten Mal interpretieren Künstlerinnen und Künstler in den Sälen der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien in einer Serie von Performances die Bilder auf ihre eigene, persönliche Art und Weise. Die Werke der Kunstgeschichte werden von 30 Künstlern mit Texten, Musik und Tanz ganz neu erlebbar. Beispielsweise interpretiert Schriftsteller Franz Schuh das "Gleichnis vom verlorenen Sohn" von Pompeo Batoni als Familienkonflikt, dargestellt von Peter Wolf. Die Inszenierung stammt von Jacqueline Kornmüller.


Das Besondere an den Aufführungen ist, dass man als Zuseher sehr nah am Geschehen ist und so die schauspielerischen, tänzerischen und musikalischen Leistungen umso besser bewundern kann. Hin und wieder muss man aber mehrfach versuchen in eine Performance zu gelangen, was der großen Anzahl von Besuchern geschuldet ist. Jede Performance wird kontinuierlich mit kurzen Pausen immer wieder aufgeführt. Die mit Lageplan und kleinem Klappstuhl ausgestatteten Besucher können somit im Laufe des Abends allen Performances beiwohnen.

Mehr Fotos finden sich auf meiner “Ganymed in love” Gallery Website.

Ganymed in Love @ carla

Zusätzlich zu den Terminen im Kusthistorischen Museum bringt das Ensemble am 25. April in einer besonderen Aufführung 9 Szenen im Carla Möbellager am Mittersteig. Der Erlös aus dem Ticketverkauf kommt der Caritas zugute.

A place in the heart Gabbeh über Bauernhochzeit von Pieter Bruegel es spielen Mona Matbou Riahi, Manu Mayr und Golnar Shahyar

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Remember Me, Nahum Tate / Henry Purcell über das Haupt der Medusa von Peter Paul Rubens, es spielt Mira Lu Kovacs

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Philemon, Martin Pollack über Gewitterlandschaft von Peter Paul Rubens, es spielt Bert Oberdorfer

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An apple a day, Martin Ptak und Benny Omerzell über Adam und Eva von Hans Memling, es spielen Martin Ptak und Verena Zeiner

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Frigide, Lize Spit über Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers von Joseph Heintz, es spielt Johanna Prosl

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torch song, ruth weiss / Martin Eberle über Hl. Margarete von Raffael, es spielen Klemens Lendi und Manaho Shimokawa

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blind love, über Blinder Drehleierspieler von Francisco de Herrera, es spielt Matthias Loibner

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Die Hände, Jean Philippe Toussaint über die Rosenkranz­ Madonna von Caravaggio, es spielen Eva Böhm, Max Brandl, Alice Hu, Arun Mariavilasm und Christian Nickel

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Der Vater, der Sohn, ein Bruder und ein Gleichnis Franz Schuh, über Gleichnis vom verlorenen Sohn  von Pompeo Batoni, es spielt Peter Wolf

Der Vater, der Sohn, ein Bruder und ein Gleichnis Franz Schuh, über Gleichnis vom verlorenen Sohn

von Pompeo Batoni, es spielt Peter Wolf

Vergissmeinnicht Milena Michiko Flasar über Alte Frau am Fenster von Gerard Dou, es spielt Sabine Haupt

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Rania’s Love, über Kirschenmadonna von Tizian, es spielt Rania Ali

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Natur- und Stadtlandschaften des jungen Egon Schiele

Im Jahr 2018 wurde das Egon Schiele Museum anlässlich des 100. Todestages erfolgreich neu konzipiert: Immerhin wurden 12.000 Besucher nach Tulln gelockt. Teil des Konzepts war eine jährliche Neuausrichtung der “Schatzkammer” mit neuen Werken. Heuer stehen die Natur- und Stadtlandschaften des jungen Egon Schiele im Fokus.

Egon Schiele Museum in Tulln

Egon Schiele Museum in Tulln

Die Schatzkammer

16 Originalobjekte, davon 13 Bilder, sind vom 30. März bis zum 3. November 2019 in der Schatzkammer zu sehen. Im Frühwerk Egon Schieles standen Stadt- und Landschaftsmalerei im Vordergrund. Seine große Liebe zur Natur zeigt sich nicht nur in seinen Werken, sondern auch in Briefen:

Jeder Baum hat sein Gesicht, ich erkenne seine Art Augen, seine Art Arme, seine Bestandteile, seinen Organismus
— Egon Schiele in einem Brief

Geographisch sind alle für diese Lebensphase relevanten Orte eng beieinander: Tulln, Klosterneuburg, Neulengbach und Wien mit einzelnen Reisen nach Triest, Tirol und anderen Orten.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Grafik “Mädchen und Knabe im Wald” aus dem Jahr 1907. Die Schenkung von Alessandra Comini ist überhaupt erstmalig ausgestellt, jedoch von hoher Lichtempfindlichkeit und damit nur die ersten drei Monate der Ausstellung zu sehen.

Egon Schiele Privat

Im ersten Stock kommen Menschen zu Wort, die den Ausnahmekünstler gekannt haben oder sich intensiv mit seinem Schaffen auseinandergesetzt haben. Man lernt die Eltern Adolf und Marie, seine Schwestern Melanie und Geri ebenso wie die wichtigste Frau an seiner Seite, Wally Neuzil, kennen. Heiraten wird er später Edith Harms. Im ersten Stock trifft man Alessandra Comini aus Dallas/Texas. Sie begab sich 1963 auf eine intensive Suche nach den Spuren Egon Schieles und nun sind die damals entstandenen Tonaufnahmen aus dieser Zeit zu hören. In den ehemaligen Zellen des Tullner Bezirksgerichtes erfährt man in einer audio-visuellen Installation mehr über das Leben und Wirken von Egon Schiele.

Wichtige Personen im Leben von Egon Schiele

Wichtige Personen im Leben von Egon Schiele

Audiovisuelle Installation zu den sechs wichtigen Orten in seinem Leben

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Der Egon Schiele Weg

Direkt am Museum vorbei geht übrigens der Egon Schiele Weg, welcher mit 13 Stationen beispielsweise am Familiengrab oder an der Volksschule von Egon Schiele vorbeiführt.

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Der Klang von Hammer und Meißel - die Dombauhütte St. Stephan

Bauhütten existieren seit dem Mittelalter und sind als Gemeinschaft von Steinmetzen, Bildhauern und weiteren Handwerkern für die Errichtung eines meist sakralen Bauwerkes zuständig. Anschließend waren sie für dessen Erhaltung zuständig. Aktuell beschäftigt die Dombauhütte zu St. Stephan an die 20 Personen, die mittels traditioneller Handwerkstechniken die zur Instandhaltung benötigten Bauteile, wie zum Beispiel Kreuzblumen aus Stein, meißeln und einsetzen und somit die Bausubstanz erhalten. In einer Führung erläuterte Domarchivar Franz Zehetner die verschiedenen Architekturstile und wie man den verwendeten Stein zur Datierung nutzen kann. Vielen Dank @intangibleculturalheritage_at und @igersvienna für das Organisieren! 

Circa 70cm großes Werk aus Sandstein. Ein Steinmetz benötigt dafür in etwa zwei Monate.

Circa 70cm großes Werk aus Sandstein. Ein Steinmetz benötigt dafür in etwa zwei Monate.

Einige der verwendeten Werkzeuge

Einige der verwendeten Werkzeuge

Steinmetz in der Bauhütte zu St. Stephan

Steinmetz in der Bauhütte zu St. Stephan

Immaterielles Kulturerbe in Österreich

Seit Oktober 2018 sind die beiden Dombauhütten in Linz und Wien auf der nationalen Liste der Immateriellen Kulturerben der UNESCO. Gemeinsam mit ähnlichen Einrichtungen in Frankreich, Deutschland, Norwegen und der Schweiz sollen diese nun auch weltweit anerkanntes Kulturerbe werden. Über den gemeinsamen Antrag entscheidet die UNESCO bis Ende 2020.

Steinmetz in der Bauhütte zu St. Stephan

Steinmetz in der Bauhütte zu St. Stephan

Die “Ersatzteile” werden aus einem Stück herausgemeißelt

Die “Ersatzteile” werden aus einem Stück herausgemeißelt

Besuch im Dachstuhl von St. Stephan


Auch wenn das Langschiff des Stephansdomes hoch wirkt - darüber gibt es einen nicht minder hohen und wahrlich beeindruckenden Dachstuhl.

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Vom Dachstuhl führen auch einige Wege in die Außengänge am Rande des Dachs von St. Stephan - geniale Ausblicke inklusive!

Tipp: Mehr Fotos vom Dom und der Dombauhütte finden sich auf meiner Gallery Webseite.

Ausblick vom Stephansdom Richtung Osten

Ausblick vom Stephansdom Richtung Osten

Details der Dachfliesen von St. Stephan

Details der Dachfliesen von St. Stephan

Auf dem Dach finden sich ebenfalls Bienenstöcke - den Honig davon bekommt man im Shop ;)

Auf dem Dach finden sich ebenfalls Bienenstöcke - den Honig davon bekommt man im Shop ;)

Das Dach bietet einige spannende Motive ;)

Das Dach bietet einige spannende Motive ;)

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