ImPulsTanz 2019 - Behind the Scenes und Dance Battle - die besten Fotos

Wenn man dieser Tage durch Wien fährt, fällt unweigerlich der blick auf Plakate vom ImPulsTanz Festival ). Vom 11. Juli bis 11. August 2019 werden unzählige Performances und Workshops abgehalten und Researchprojekte präsentiert. 1984 wurde das Festival für zeitgenössischen Tanz gegründet und seitdem entwickelte es sich zu einem der wichtigsten Tanzfestivals weltweit. Bespielt wird dabei sozusagen ganz Wien: es wird Vorstellungen im Burgtheater, Volkstheater, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien & mumok – Hofstallungen, Leopold Museum, Schauspielhaus, Kasino am Schwarzenbergplatz, Akademietheater, Odeon Theater und in der Halle E geben.

Tänzer Shan beim Trainieren (und Posen…)

Tänzer Shan beim Trainieren (und Posen…)

Auch wenn nebenan die Schlange für den Dance Battle wartet - es finden sich genügend Plätze in den riesigen Hallen zum entspannen

Auch wenn nebenan die Schlange für den Dance Battle wartet - es finden sich genügend Plätze in den riesigen Hallen zum entspannen

Tanz-Workshop mit Archie Burnett

Tanz-Workshop mit Archie Burnett

Workshop mit Daybee Dorzile & Sofie Douda

Workshop mit Daybee Dorzile & Sofie Douda

Behind the Scenes at ImPulsTanz

Im Rahmen eines InstaWalks mit den IgersVienna durfte ich einen Blick hinter die Kulissen von ImPulstanz erhaschen. Eine spannende Führung mit Rio Ratzinger, Artistic Director Workshops & Research, gab uns Einblicke in diverse laufende Workshops und in die Requisitenhallen des Burgtheaters.

Die Vorbereitungen für den Dance Battle laufen an. Abends wird die Halle zum Bersten voll sein und Zuschauer können nur n och durch die Fenster zusehen.

Die Vorbereitungen für den Dance Battle laufen an. Abends wird die Halle zum Bersten voll sein und Zuschauer können nur n och durch die Fenster zusehen.

Requisiten des Burgtheaters werden hier in Lagerhäusern verstaut, in denen LKWs mit dem Lift fahren…

Requisiten des Burgtheaters werden hier in Lagerhäusern verstaut, in denen LKWs mit dem Lift fahren…

Endlos lange Gänge mit Requisiten …

Endlos lange Gänge mit Requisiten …

Dance Battle - Rhythm is a dancer

Ein besonderes Highlight ist der Dance Battle - Rhythm is a Dancer. Die heurige Location - eine riesige Halle im Arsenal - bietet noch mehr Platz für Tänzer und Zuschauer und besitzt sogar einen Schwingboden, für Tänzer besonders angenehm. Rund 40 internationale Teilnehmer treten gegeneinander in freiem Tanzstil gegeneinander an. In der ersten Runde haben sie 45 Sekunden Zeit eine Interpretation eines Songs darzubieten, der vorab nicht bekannt war. Danach entscheidet die Jury über die besten 16 des Teilnehmerfeldes. Diese treten dann im K.O. System gegeneinander an. Die Jury Bestsand aus Archie Burnett, Terence Lewis, Christopher Matthews, Laura Aris, Angélique Willkie. Und sie hatten es schwer. Das K.O. System machte es den Judges nicht leicht: Viele der Performances waren außergewöhnlich gut. Am Ende setzte sich Vasko Nasonov aus Moskau durch. Street-Dancer Storm führte gewohnt souverän durch den Abend, die ungewöhnliche Musikauswahl kam wieder von DJ Worst Messiah und sorgte nicht einmal am Beginn der Tracks für ratlose Gesichter bei den Teilnehmern.

Fotos aller Teilnehmer_innen gibt es auf meiner Gallery-Website.

StreetDancer Storm führte als Host durch den Abend

StreetDancer Storm führte als Host durch den Abend

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer

Dance Battle Teilnehmer - mit solchen Schuhen muß man erstmal tanzen…

Dance Battle Teilnehmer - mit solchen Schuhen muß man erstmal tanzen…

In der Pause wird weitergetanzt…

In der Pause wird weitergetanzt…

Jurymitglied Christopher Matthews

Jurymitglied Christopher Matthews

Jurymitglied Archie Burnett

Jurymitglied Archie Burnett

Ein kleines Workout zwischendurch…

Ein kleines Workout zwischendurch…

Finalist beim Dance Battle

Finalist beim Dance Battle

Dance Battle Teilnehmerin

Dance Battle Teilnehmerin

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Vasko Nasonov gewann den Dance Battle 2019 von ImPulsTanz

Das war der 12. Diversity Ball 2019

Bereits zum 12. Mal fand der Diversity Ball am 4. Mai im Kursalon Wien statt. Er steht im Zeichen von Inklusion, gegenseitigen Respekt, Barrierefreiheit und Toleranz - Werte, die in der aktuellen politischen Situation besonders wichtig zu vertreten sind. Dies wurde auch in einigen Reden mehr oder weniger direkt betont. Gut also, dass der Ball wieder sehr gut besucht war und damit die Sichtbarkeit dieser Themen verstärkt. Diesmal wurden die Gäste sogar mit einer Videobotschaft von Bundespräsident Alexander Van der Bellen begrüßt.

Die besten Fotos

Eine kleine Auswahl der Fotos sind hier zu sehen - alle Fotos sind wie immer auf meiner Gallery-Webseite zu finden!

 

Die Eröffnungsshow

Manu Gamper zeichnete wieder für die Eröffnungsshow verantwortlich und komponierte das heurige Lied des Balls “Higher”, das vom Kinderchor „Signs Voices“ performt wurde. Durch den Abend führte Lucy McEvil und nach ein einleitenden Worten eröffnete mit Monika Haider den Ball offiziell.

Dichtes Programm auf drei Ebenen

Fad wurde wohl keinem Besucher des Balls. Auf insgesamt drei Ebenen wurde bis in den frühen Morgen ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm geboten. Im Ballroom sorgten neben Ballband “Moods Art” Brani Zdravkovic als erster Gebärdensprachenrapper und eine Tombola mit Reinhard Nowak und Roman Gregory für Abwechslung. Im Johnni Walker Jazzroom spielte die Liveband V.A.N. auf und auf der dritten Ebene, dem Joker’s Powershouse, wechselten sich jede Menge DJs an den Turntables ab.

Zwei Fashionshows von Khusen (Humana Fashion Show) und PrisonerDesign und Auftritte der Desperate Showgirls und der Yodelling Drag Queen LayDee KinMee liesen keine Langeweile aufkommen.

Nach einer rauschenden Ballnacht gingen die Gäste zwar im strömenden Regen, aber mit einem prall gefüllten Goodiebag nach Hause.


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Die Liebe ist ein seltsames Spiel - Ganymed in love im Kunsthistorischen Museum Wien

Über die Bedeutung der Werke aus der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums lässt sich trefflich diskutieren. Die Ganymed Serie ist jedoch bekannt dafür, ausgewählte Gemälde in völlig neuem Kontext zu deuten und performativ im Museum erfahrbar zu machen. War es im Jahr 2018 beispielsweise die Natur, welche die Hauptrolle gespielt hat (mein Blogpost dazu), so ist es diesmal die Liebe.

Spielarten der Liebe

Bereits zum sechsten Mal interpretieren Künstlerinnen und Künstler in den Sälen der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien in einer Serie von Performances die Bilder auf ihre eigene, persönliche Art und Weise. Die Werke der Kunstgeschichte werden von 30 Künstlern mit Texten, Musik und Tanz ganz neu erlebbar. Beispielsweise interpretiert Schriftsteller Franz Schuh das "Gleichnis vom verlorenen Sohn" von Pompeo Batoni als Familienkonflikt, dargestellt von Peter Wolf. Die Inszenierung stammt von Jacqueline Kornmüller.


Das Besondere an den Aufführungen ist, dass man als Zuseher sehr nah am Geschehen ist und so die schauspielerischen, tänzerischen und musikalischen Leistungen umso besser bewundern kann. Hin und wieder muss man aber mehrfach versuchen in eine Performance zu gelangen, was der großen Anzahl von Besuchern geschuldet ist. Jede Performance wird kontinuierlich mit kurzen Pausen immer wieder aufgeführt. Die mit Lageplan und kleinem Klappstuhl ausgestatteten Besucher können somit im Laufe des Abends allen Performances beiwohnen.

Mehr Fotos finden sich auf meiner “Ganymed in love” Gallery Website.

Ganymed in Love @ carla

Zusätzlich zu den Terminen im Kusthistorischen Museum bringt das Ensemble am 25. April in einer besonderen Aufführung 9 Szenen im Carla Möbellager am Mittersteig. Der Erlös aus dem Ticketverkauf kommt der Caritas zugute.

A place in the heart Gabbeh über Bauernhochzeit von Pieter Bruegel es spielen Mona Matbou Riahi, Manu Mayr und Golnar Shahyar

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Remember Me, Nahum Tate / Henry Purcell über das Haupt der Medusa von Peter Paul Rubens, es spielt Mira Lu Kovacs

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Philemon, Martin Pollack über Gewitterlandschaft von Peter Paul Rubens, es spielt Bert Oberdorfer

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An apple a day, Martin Ptak und Benny Omerzell über Adam und Eva von Hans Memling, es spielen Martin Ptak und Verena Zeiner

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Frigide, Lize Spit über Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers von Joseph Heintz, es spielt Johanna Prosl

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torch song, ruth weiss / Martin Eberle über Hl. Margarete von Raffael, es spielen Klemens Lendi und Manaho Shimokawa

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blind love, über Blinder Drehleierspieler von Francisco de Herrera, es spielt Matthias Loibner

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Die Hände, Jean Philippe Toussaint über die Rosenkranz­ Madonna von Caravaggio, es spielen Eva Böhm, Max Brandl, Alice Hu, Arun Mariavilasm und Christian Nickel

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Der Vater, der Sohn, ein Bruder und ein Gleichnis Franz Schuh, über Gleichnis vom verlorenen Sohn  von Pompeo Batoni, es spielt Peter Wolf

Der Vater, der Sohn, ein Bruder und ein Gleichnis Franz Schuh, über Gleichnis vom verlorenen Sohn

von Pompeo Batoni, es spielt Peter Wolf

Vergissmeinnicht Milena Michiko Flasar über Alte Frau am Fenster von Gerard Dou, es spielt Sabine Haupt

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Rania’s Love, über Kirschenmadonna von Tizian, es spielt Rania Ali

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Künstlerinnen der Wiener Moderne - "Stadt der Frauen" Ausstellung im Belvedere

Die Wiener Moderne, und hier im Bereich der bildenden Künste speziell die Wiener Secession und die Wiener Werkstätte, brachten um die Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts mit Künstlern wie Oskar Kokoschka, Egon Schiele und Gustav Klimt Bedeutendes hervor. Aber nicht nur Männer setzten sich in der Kunstszene durch, sondern auch Frauen erkämpften sich ihren Platz und trugen zu den Errungenschaften bei. Elena Luksch-Makowsky, Erika Giovanna Klien, Helene Funke und viele weitere waren in der Öffentlichkeit bekannt, wurden in der späteren geschichtlichen Aufarbeitung jedoch wenig beachtet. Gut zu sehen ist das beispielsweise am Wikipedia-Artikel zur Wiener Secession: Dort finden sich unter “Historische Mitglieder” unter 39 Nennungen genau eine Frau. Die Liste der Präsidenten braucht man gar nicht erst nach Frauen zu durchzusehen…

Ausstellung “Stadt der Frauen” im Belvedere

Im Unteren Belvedere wird in einer Retrospektive der enorme Beitrag der Künstlerinnen der Wiener Moderne gewürdigt. Inhaltlich wird dabei ein weiter Bogen vom Stimmungsimpressionismus und Secessionismus bis zu Expressionismus, Kinetismus und der Neuen Sachlichkeit gespannt. Einige der ausgestellten Werke sind überhaupt erstmalig in der Öffentlichkeit zu sehen.

Die Ausstellung mit dem Untertitel “Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938” ist vom 25. Januar 2019 bis 19. Mai 2019 zu sehen.

Teresa Feodorowna Ries, Hexe bei der Toilette für die Walpurgisnacht, 1895

Teresa Feodorowna Ries, Hexe bei der Toilette für die Walpurgisnacht, 1895

Teresa Feodorowna Ries, Eva, 1909

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Künstlerische Kopfarbeit - "Talking Heads" Ausstellung im Belvedere"Ein

Die “Charakterköpfe” vom österreichischen Bildhauer Franz Xaver Messerschmidt sind durchaus bekannt. Deren stark emotive und bisweilen skurrile Gesichtsausdrücke bleiben im Gedächtnis. Das Belvedere besitzt 16 Stück davon. Von ihnen wurden 12 als Ausgangsbasis für die neue Ausstellung “Talking Heads” gewählt und zeitgenössische Positionen gegenübergestellt.

Hier wurde ganze Kopfarbeit geleistet

Ausgehend vom Thema wie Künstler mit (ihrem eigenen?) Kopf umgehen, sind knapp 60 Werke von zeitgenössischen Künstlern wie Anna Artaker, Miriam Cahn, Douglas Gordon, Kurt Kren, Maria Lassnig, Mara Mattuschka, Lutz Mommartz, Bruce Nauman, Tony Oursler oder Arnulf Rainer zu sehen.

Die unterschiedlichen Ansätze reichen von witzig bis creepy und skurril - eine nicht alltägliche Erfahrung im Museum!

Die Ausstellung ist im Unteren Belvedere vom 08. März 2019 bis 18. August 2019 zu sehen.

Werk von Arnulf Rainer mit einer Spiegelung eines Films mit Joseph Beuys

Werk von Arnulf Rainer mit einer Spiegelung eines Films mit Joseph Beuys

“Ein abgezehrter Alter mit Augenschmerzen” von Franz Xaver Messerschmidt, Belvedere Wien

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Anna Artaker, GESCHICHTE, 2010, Courtesy: Leihgabe der Künstlerin

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Neun der “Charakterköpfe” von Franz Xaver Messerschmidt und ein weiterer Chararkterkopf

Neun der “Charakterköpfe” von Franz Xaver Messerschmidt und ein weiterer Chararkterkopf

“Charakterkopf” von Franz Xaver Messerschmidt

“Charakterkopf” von Franz Xaver Messerschmidt

“Charakterkopf” von Franz Xaver Messerschmidt

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Tony Oursler, Caricature, 2002, (c) Magasin III Museum & Foundation for Contemporary Art, Stockholm,

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Tony Oursler, The Code, 1996, (c) Magasin III Museum & Foundation for Contemporary Art, Stockholm,

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Natur- und Stadtlandschaften des jungen Egon Schiele

Im Jahr 2018 wurde das Egon Schiele Museum anlässlich des 100. Todestages erfolgreich neu konzipiert: Immerhin wurden 12.000 Besucher nach Tulln gelockt. Teil des Konzepts war eine jährliche Neuausrichtung der “Schatzkammer” mit neuen Werken. Heuer stehen die Natur- und Stadtlandschaften des jungen Egon Schiele im Fokus.

Egon Schiele Museum in Tulln

Egon Schiele Museum in Tulln

Die Schatzkammer

16 Originalobjekte, davon 13 Bilder, sind vom 30. März bis zum 3. November 2019 in der Schatzkammer zu sehen. Im Frühwerk Egon Schieles standen Stadt- und Landschaftsmalerei im Vordergrund. Seine große Liebe zur Natur zeigt sich nicht nur in seinen Werken, sondern auch in Briefen:

Jeder Baum hat sein Gesicht, ich erkenne seine Art Augen, seine Art Arme, seine Bestandteile, seinen Organismus
— Egon Schiele in einem Brief

Geographisch sind alle für diese Lebensphase relevanten Orte eng beieinander: Tulln, Klosterneuburg, Neulengbach und Wien mit einzelnen Reisen nach Triest, Tirol und anderen Orten.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Grafik “Mädchen und Knabe im Wald” aus dem Jahr 1907. Die Schenkung von Alessandra Comini ist überhaupt erstmalig ausgestellt, jedoch von hoher Lichtempfindlichkeit und damit nur die ersten drei Monate der Ausstellung zu sehen.

Egon Schiele Privat

Im ersten Stock kommen Menschen zu Wort, die den Ausnahmekünstler gekannt haben oder sich intensiv mit seinem Schaffen auseinandergesetzt haben. Man lernt die Eltern Adolf und Marie, seine Schwestern Melanie und Geri ebenso wie die wichtigste Frau an seiner Seite, Wally Neuzil, kennen. Heiraten wird er später Edith Harms. Im ersten Stock trifft man Alessandra Comini aus Dallas/Texas. Sie begab sich 1963 auf eine intensive Suche nach den Spuren Egon Schieles und nun sind die damals entstandenen Tonaufnahmen aus dieser Zeit zu hören. In den ehemaligen Zellen des Tullner Bezirksgerichtes erfährt man in einer audio-visuellen Installation mehr über das Leben und Wirken von Egon Schiele.

Wichtige Personen im Leben von Egon Schiele

Wichtige Personen im Leben von Egon Schiele

Audiovisuelle Installation zu den sechs wichtigen Orten in seinem Leben

Audiovisuelle Installation zu den sechs wichtigen Orten in seinem Leben

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Audiovisuelle Installation zu den sechs wichtigen Orten in seinem Leben

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Der Egon Schiele Weg

Direkt am Museum vorbei geht übrigens der Egon Schiele Weg, welcher mit 13 Stationen beispielsweise am Familiengrab oder an der Volksschule von Egon Schiele vorbeiführt.

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Der Klang von Hammer und Meißel - die Dombauhütte St. Stephan

Bauhütten existieren seit dem Mittelalter und sind als Gemeinschaft von Steinmetzen, Bildhauern und weiteren Handwerkern für die Errichtung eines meist sakralen Bauwerkes zuständig. Anschließend waren sie für dessen Erhaltung zuständig. Aktuell beschäftigt die Dombauhütte zu St. Stephan an die 20 Personen, die mittels traditioneller Handwerkstechniken die zur Instandhaltung benötigten Bauteile, wie zum Beispiel Kreuzblumen aus Stein, meißeln und einsetzen und somit die Bausubstanz erhalten. In einer Führung erläuterte Domarchivar Franz Zehetner die verschiedenen Architekturstile und wie man den verwendeten Stein zur Datierung nutzen kann. Vielen Dank @intangibleculturalheritage_at und @igersvienna für das Organisieren! 

Circa 70cm großes Werk aus Sandstein. Ein Steinmetz benötigt dafür in etwa zwei Monate.

Circa 70cm großes Werk aus Sandstein. Ein Steinmetz benötigt dafür in etwa zwei Monate.

Einige der verwendeten Werkzeuge

Einige der verwendeten Werkzeuge

Steinmetz in der Bauhütte zu St. Stephan

Steinmetz in der Bauhütte zu St. Stephan

Immaterielles Kulturerbe in Österreich

Seit Oktober 2018 sind die beiden Dombauhütten in Linz und Wien auf der nationalen Liste der Immateriellen Kulturerben der UNESCO. Gemeinsam mit ähnlichen Einrichtungen in Frankreich, Deutschland, Norwegen und der Schweiz sollen diese nun auch weltweit anerkanntes Kulturerbe werden. Über den gemeinsamen Antrag entscheidet die UNESCO bis Ende 2020.

Steinmetz in der Bauhütte zu St. Stephan

Steinmetz in der Bauhütte zu St. Stephan

Die “Ersatzteile” werden aus einem Stück herausgemeißelt

Die “Ersatzteile” werden aus einem Stück herausgemeißelt

Besuch im Dachstuhl von St. Stephan


Auch wenn das Langschiff des Stephansdomes hoch wirkt - darüber gibt es einen nicht minder hohen und wahrlich beeindruckenden Dachstuhl.

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Vom Dachstuhl führen auch einige Wege in die Außengänge am Rande des Dachs von St. Stephan - geniale Ausblicke inklusive!

Tipp: Mehr Fotos vom Dom und der Dombauhütte finden sich auf meiner Gallery Webseite.

Ausblick vom Stephansdom Richtung Osten

Ausblick vom Stephansdom Richtung Osten

Details der Dachfliesen von St. Stephan

Details der Dachfliesen von St. Stephan

Auf dem Dach finden sich ebenfalls Bienenstöcke - den Honig davon bekommt man im Shop ;)

Auf dem Dach finden sich ebenfalls Bienenstöcke - den Honig davon bekommt man im Shop ;)

Das Dach bietet einige spannende Motive ;)

Das Dach bietet einige spannende Motive ;)

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