Was ich so lese

Neben Workshops und Kursen lese ich auch viel zum Thema Fotografie und verwandten Themen. Meine Reviews dazu schreibe ich auf Janetts Meinung und ich möchte sie euch auch hier nicht vorenthalten. 

 
 
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Die Seele der Kamera - David DuChemin

Viele Fotografen wünschen sich, “bessere” Fotos zu machen. Nur: Wann ist ein Foto “besser”? Gibt es eine Abkürzung zum schnelleren Erreichen von besseren Fotos? Kann man Fotografien objektiv bewerten? Fotowettbewerbe mit Ergebnisreihungen scheinen so einen Ansatz zu bestätigen. “Die Seele der Kamera” von David DuChemin ist ein im dpunkt.Verlag herausgegebenes Buch, das den Versuch wagt Themenbereiche zu identifizieren, die die Entwicklung eines Fotografen unterstützen und den Menschen hinter der Kamera betonen.

 
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Sechsunddreißig Wiener Aussichten - Sebastian Hackenschmidt, Stefan Oláh

Sie sind bis weit über die Grenzen von Österreich bekannt: Die Ausblicke von Tourismusmagneten wie dem Belvedere oder der Gloriette. Doch selbst fotografisch zu Tode fotografierte Perspektive müssen nicht sein: Stefan Oláh hat dafür 36 Gebäude in Wien besucht und sie einmal als Ansicht von unten und ein zweites Mal als Aussicht von oben fotografiert. Unübliche Perspektiven und für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Gebäude ergeben einen spannenden und durch die Texte von Sebastian Hackenschmidt lehrreichen Bildband.

 
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Praxis Capture One Pro 10 - Sascha Erni

Wer eine Software für die RAW Entwicklung und Bildverwaltung sucht, wird schnell über Lightroom stolpern. Neben dem Platzhirschen gibt es aber auch noch Capture One, ein Programm, das in vielen Fällen mindestens ebenso gute Dienste leistet wie das Pendant von Adobe. Wer sich also seine Fotos professionell verwalten und die RAWs bearbeiten möchte, sollte einen Blick in dieses Buch werfen. Auch Umsteiger von Lightroom finden viele wertvolle Tipps und Tricks für den Systemwechsel.

 
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Wabi-Sabi - Weiterführende Gedanken - Leonard Koren

Gut 20 Jahre nach dem Erscheinen von “Wabi-sabi für Künstler, Architekten und Designer” hat Leonard Koren ein weiteres Buch zum Thema geschrieben. Dabei wird die Entstehungsgeschichte von wabi-sabi, die Verschmelzung der Begriffe genauer betrachtet und in der japanischen Geschichte positioniert.

 
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Wabi-sabi für Künstler, Architekten und Designer - Leonard Koren

Bücher für Fotografen gibt es viele. Bücher, die sich nicht um Foto-Technik und Software drehen schon weniger. Und Bücher, die den eigenen Blick auf die Welt zu verändern versuchen, sind rar. “Wabi-sabi für Künstler, Architekten und Designer” ist so ein Buch und will dem Leser die zentralen Ideen des ästhetischen Systems erläutern.

 
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Selbständigkeit als Fotograf(in) - Ralf und Nicole Obermann

Profikameras sind nicht mehr unerschwinglich und so mancher möchte aus seinem Hobby etwas Professionelles aufbauen. Worauf muss man achten, wie hebt man sich von die Konkurrenz ab und wie sehen die ersten Schritte als Fotograf aus? Tipps und Ratschläge verspricht das im dpunkt.verlag erschienene Buch.

 

Monochrom - Jürgen Gulbins, Andreas Zachmann

Monochrome Aufnahmen - meist in Form von Schwarzweißfotos - liegen im Trend. Gängige Apps auf Smartphones haben alle verschiedene Filter für die direkte Umsetzung eines Motivs in Schwarzweiß direkt integriert. In der Flut der Farbaufnahmen mit übertrieben leuchtenden und gesättigten Farben stechen sie durch ihre Ruhe heraus. Wie kann man nun seine eigenen Fotos bestmöglich in Schwarzweiß umwandeln? Welche eignen sich überhaupt für eine Umsetzung? Und wie kann man das fertige Foto in bestmöglicher Qualität drucken? In ihrem knapp 400 Seiten starken Buch geben Jürgen Gulbins und Andreas Zachmann fachkundig Antworten auf diese Fragen.

 

Tell Me! - Thomas Pyczak

Was macht eine gute Geschichte aus? Wann fesselt sie Zuhörer und bleibt im Gedächtnis? Autoren von Romanen und Drehbüchern kennen Klassiker wie Joseph Campbells Buch “The Hero with a Thousand Faces” mit der Beschreibung einer klassischen Heldenreise. Aber muss es immer genau dieser Ablauf sein? Was macht eine Story zu einer guten Story? Was ist der Kern einer Geschichte und wann verbindet und inspiriert er Menschen? Thomas Pyczak hat sich dem breiten Thema Storytelling angenommen und dazu ein Buch im Rheinwerk Verlag herausgebracht.

 

Portraits - Romney Müller-Westernhagen

Romney Müller-Westernhagen arbeitete viele Jahre als Model für Modelabels wie Versace oder Chanel und kennt die Situation, wie man sich vor der Kamera fühlt, gut. Diese Erfahrungen und ihr Interesse für außergewöhnliche Gesichter und Menschen führten später dazu, dass sie auf die Seite hinter der Kamera wechselte und einprägsame Portraits erstellte. Im Steidl Verlag erschien 2016 ein Buch mit dem schlichten Titel “Portraits”, das ihre Arbeiten aus den Jahren 2010 bis 2014 zeigt.

 
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Frauen fotografieren - Jeff Rojas

Jeff Rojas hat mit “Frauen fotografieren” einen Shooting-Ratgeber mit guten Inhalten zu den Themen Körpermerkmale, Posing und Beleuchtung geschrieben. Die verwirrende Anordnung der einzelnen Abschnitte, die zu direkte englische Übersetzung und die teilweise zu oberflächliche Behandlung wichtiger Themen wie Kommunikation mit dem Modell trüben jedoch das Lesevergnügen.

 
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Topographien - Berenice Abbott

Berenice Abbott ist eine der bedeutendsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts und ist besonders für ihre Aufnahmen des New Yorks der 30er Jahre bekannt, wo sie moderne Wolkenkratzer in dynamischen Auf- und Untersichten fotografierte. Wohlgemerkt ohne Menschen - das entsprach dem von ihr praktizierten "dokumentarischen" Stil den sie einst bei Eugène Atget entdeckte. Der Band zeigt aber auch ihr Schaffen in den Bereichen Portrait und im Bereich der Fotografie für die Wissenschaft.

 
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Blaues Venedig - Wolfgang Salomon

Venedig hat, neben den vielen bekannten und touristisch abgedroschenen Attraktionen, auch eine relativ unbekannte, aber geschichtlich sehr interessante Vergangenheit. Viele mystische Plätze, schwierig zugängliche Orte und Inseln rund um Venedig warten darauf, entdeckt und erforscht zu werden. Wolfgang Salomon, ein profunder Kenner der Serenissima und ihrer Umgebung entführt uns mit fesselnd geschriebenen Geschichten zu verlassenen psychiatrischen Anstalten oder Zaubertränken mit Einhornpulver. Viele stimmungsvolle Schwarzweiß-Fotos begleiten die Erzählungen.

 

Fotografieren mit Wind und Wetter - bastian Werner

Wer sich mit Landschaftsfotografie beschäftigt, kommt um das Thema Wetter nicht herum. In diesem Buch wird das Wetter zum Hauptmotiv erhoben. Neben einem Theorieblock über die Entstehung einiger Wetterphänomene und das Lesen von Temperatur-, Niederschlags-, Bewölkungs- oder auch Luftfeuchtigkeitskarten geht es dann ein den einzelnen Kapiteln um die besten Analyse- und Prognosemöglichkeiten für Nebel, Gewitter, Polarlichter, Leuchtende Nachtwolken und viele andere Naturphänomene. Ein Muss für Landschaftsfotografen, die das Wetter nicht dem Zufall überlassen wollen!

 

Wie Design Wirkt - Heimann / Schütz

Was versteht man unter "gutem Design"? Wie kann man eine werbewirksame Markenkommunikation designen? Was bedeutet es überhaupt, wenn Design "wirkt"? Monika Heimann und Michael Schütz haben ein umfassendes Werk zu diesen Themenkomplexen geschrieben das durch viele Beispiele aus der Werbung viele Prinzipien verständlich erklärt.

 

Das Buch für Ideensucher - Philipp Barth

Wer kennt das nicht: eine gute Idee ist gefragt, doch die Muse will einen genau wenn es wichtig wäre nicht küssen. Das Buch für Ideensucher wartet mit vielen praktischen Tipps und Methoden auf, um der eigenen Kreativität auf die Sprünge zu helfen. Beispiele aus der Praxis lockern das Buch auf und geben Einblicke in das Entstehen von bekannten Kampagnen. 

 

Der abstrakte Blick - Torsten Andreas Hoffmann 

Jedes Jahr werden immer mehr Fotos gemacht und in den sozialen Medien verbreitet. Motive von entlegenen Gegenden oder traumhaften Urlaubszielen wurden schon hundertmal abgelichtet und sind deshalb nichts Besonderes mehr. Eine Möglichkeit, sich fotografisch von diesem Einheitsbreit abzusetzen ist, sich vom Ablichten der Wirklichkeit mehr und mehr zu lösen und abstrakten Formen und Mustern Aufmerksamkeit zu schenken. Das kann bis zur völligen Abstraktion gehen. Torsten Andreas Hoffmann zeigt in seinem Werk, wie das gelingen kann.

 

Architektur in Schwarzweiss - Thomas Brotzler

Wer ein etwas unübliches Buch über Architekturfotografie sucht, das sich weniger mit den üblichen Themen wie der notwendigen Ausrüstung oder speziellen Techniken wie Panoramafotografie oder HDR, ist bei diesem Buch richtig. Was muss bei Planung vorab und beim Herausarbeiten der Komposition vor Or beachtet werden? Der Architektur- und Landschaftsfotograf Thomas Brotzler hat sich diesen und weiteren Themen gewidmet und stellt seine Ansätze in diesem Buch vor.

 
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Infinite Space - James Silverman

James Silverman, ein international bekannter Architekturfotograf, hat viele Traumhäuser besucht und fotografiert, die sich besonders dadurch auszeichnen, dass sie Drinnen und Draußen miteinander verschmelzen. Er gewährt ungeahnte Einblicke und zeigt spannende Umsetzungen bei Anwesen auf der ganzen Welt.

 
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Graphic Recording

Graphic recording ist  das zeichnerische Zusammenfassen der wichtigsten Themen und Zusammenhänge direkt während eines Vortrages. Doch wie wird man ein graphic recorder, welche Fähigkeiten braucht man dafür und wie kann man komplexe Inhalte graphisch einfach und dennoch korrekt visualisieren? Wie sehen Arbeiten von international erfolgreichen Graphic Recordern aus? 

 
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Lesen - Steve McCurry

Der neueste Bildband von Steve McCurry hat die Kulturtechnik des Lesens zum Thema. Überall auf der Welt wird gelesen: in Industrienationen und in Entwicklungsländern, in abgeschiedenen Klöstern oder in der U-Bahn von Millionenstädten. Junge und alte Menschen, arme und reiche - sie alle lesen. McCurry bereist seit Jahrzehnten die Welt - und insbesondere auch Kriegsschauplätze. Diesmal nimmt er uns mit auf eine etwas andere Reise, nämlich an die Orte, wo Menschen komplett in ein Buch oder einen Text versunken sind und alles um sich herum vergessen.

 
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Hinter der Kamera - Juliet Hacking

Jeder kennt sie - die Ikonen der Fotografie und Namen wie Henri Cartier-Bresson, Diane Arbus, Richard Alvedon oder Edward Steichen kommen einem in den Sinn. Aber eigentlich kennt man viel eher ihre Bilder, die den Zeitgeist der jeweiligen Epoche festhielten, und weniger die Personen, die für die Aufnahmen verantwortlich waren. Wie haben die Künstler gelebt, welche charakterlichen Eigenschaften zeichneten sie aus, was haben sie neben den bekannten Fotos noch an künstlerischen Werken hervorgebracht? Welche Fotografen kannten sich, waren befreundet oder lernten voneinander? Bei so mancher Biographie kommen dabei erstaunliche und interessante Details ans Tageslicht.

 
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Das Authentische Porträt

Das Fotografieren von Personen, insbesondere wenn man diese erst kurz vor dem Shooting kennengelernt hat, ist eine besondere Herausforderung. Schnell stellt sich die Frage, wie man möglichst “authentische” Portraits aufnehmen kann. Doch was ist ein “authentisches” Portrait? Was zeichnet ein ebensolches aus? Der Rheinwerk Verlag hat sich dieser Frage in einem unüblichen und interessanten Konzept gewidmet und neun Fotografen zu Wort und Bild gebeten.

 
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Wiener Mischung - Peter Reichert, Linde Prelog

Der Bildband “Wiener Mischung” zeigt Wien aus unüblichen Perspektiven. Es richtet sich nicht an den Wien-Touristen, der sich nochmals die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten ansehen möchte, sondern an Menschen, die in dieser Stadt leben und arbeiten. Fotografiert wurde es von Peter Reichert, einem in Zürich aufgewachsenen Grafiker und Orgelspieler, der seit 2013 als selbstständiger Grafiker und Fotograf in Wien tätig ist. Mit seiner Leica nimmt er die flüchtigen Momente in Schwarzweiß auf.