Ist die Adobe Creative Cloud was für mich?

Schon seit einiger Zeit stehe ich vor dem Problem, mit welcher Software ich in Zukunft meinen digital workflow verwirklichen möchte. Und immerhin kann man bei Adobe die Creative Cloud ein Monat lang testen. 

Grundsätzlich muss ich noch vorausschicken, dass ich von der Suite bzw der Cloud hauptsächlich an folgenden Programmen interessiert bin (gereiht nach Wichtigkeit): 

  • Lightroom
  • Photoshop
  • InDesign

Das sind zwar nur drei, aber wohl die Zugpferde aller Produkte. 

Weiters: ich beziehe mich in diesem Blogeintrag nur auf OSX als Betriebssystem.  

 

Adobe liefert scheinbar wirklich einige Updates (aber das kann auch ein Zufall sein, da vor kurzem zum ersten Mal Produkte von Adobe ausschliesslich für die Cloud released wurden) 

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Option 1: Schnell noch Adobe Creative Suite kaufen

 Mal abgesehen davon, dass diese Option nur noch bis Ende Juni 2013 möglich ist, bin ich mir nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. Problematisch sehe ich, dass Adobe kein Interesse hat, diese Schiene weiter zu entwickeln. Ob es eine CS7 jemals ohne Cloud gibt, weiss nur Adobe. In jedem Fall wird diese sicher auf sich warten lassen - weil die CC user viele Features schon als Teil-Updates ausgeliefert bekommen haben und dadurch die CC wieder attraktiver wird. 

Bleibt man aber auf dieser Version (und bekommt keine laufenden updates) wird der RAW converter ebenfalls immer älter - d.h ich bräuchte zusätzlich wohl Lightroom in der aktuellen Version oder zumindest den freien Adobe DNG Converter, der RAW files in DNG konvertiert (und das kann dann wieder auch in älteren Photoshop etc verwendet werden)

Option 2: All in zur Adobe Creative Cloud

Plain and simple: in den sauren Apfel beissen und 61€ im Monat löhnen (für das Jahres-Abo - also in Summe 732€ pro Jahr. Interessant: in den USA kostet die cloud 49$, also aktuell um die 37$ ... 

 

Ist man im Besitz einer älteren Version von CS oder bekommt man ein Studentenabo wird's etwas günstiger, aber: auch nur im 1. Jahr! 

Option 3: Ich bastle mir meine eigene Creative Suite

Solange es Lightroom aber auch als eigenes Produkt gibt, bin ich glücklich. Ich habe kein Problem damit, ca. ein mal pro Jahr eine neue Version zu kaufen. Sollte Adobe wirklich die Chuzpe haben, Lightroom nur mehr über die CC zu vertreiben, muss ich wohl zu Aperture wechseln.

 

Zu Photoshop: ich bin (zumindest bisher) selten in der Situation, Features von Photoshop zu benötigen, die mir Lightroom nicht bietet. Am ehesten noch, wenn ich Kollagen oder zusammengesetzte Bilder gestalte. Hier gibt es günstige Alternativen, die für mich ausreichen: Pixelmator zB. Weiters gibt es schon seit längerem Adobe Photoshop Elements - vielleicht ist die "kleine" Version ja ausreichend?

 

Zu InDesign: Das ist das Problemkind - ich brauche InDesign selten, aber wenn, dann sehr! Die am häufigsten genannte Alternative Scribus hab ich mir zwar installiert, aber es ist schon abschreckend, wenn man für den Print Preview Ghostscript braucht, und dieses dann über recht skurrile Wege zu installieren ist ... 

 

Fazit

Keine der Lösungen ist zufriedenstellend.  

Zusammenfassend wäre für mich die Cloud-Variante die beste Version, wenn der Preis nicht so unverschämt hoch wäre. Bis auf weiters werde ich daher Option3 ausüben, bis Adobe die Preise senkt oder ich nicht mehr länger kann und mir das CC Abo doch zulege(n muss).