Die Prunkräume der Albertina - Architekturfotografie

Die Albertina besuche ich relativ häufig - zuletzt beispielsweise bei Raffael, den New Acquisitions und Keith Haring oder aber auch die Fotoaustellungen von Robert Frank, Gregor Sailer oder Alfred Seiland (die Ausstellung und das Gespräch).

Ein besonderes Erlebnis sind aber die Prunkräume der Albertina. Gemeinsam mit den Instagrammers Austria konnte ich mich hier fotografisch austoben.

 Rokoko Zimmer in den Prunkräumen der Albertina

Rokoko Zimmer in den Prunkräumen der Albertina

 Musensaal in der Albertina

Musensaal in der Albertina

 Musensaal mit Blick auf den Gang - Albertina

Musensaal mit Blick auf den Gang - Albertina

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 Ankleidezimmer in den Prunkräumen der Albertina

Ankleidezimmer in den Prunkräumen der Albertina

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"Spaces" von Eva Schlegel in Krems

Space with man left out - no man's space (Niemandsraum, 2016)

Für den Linzer Höhenrausch 2016 hat Eva Schlegel bereits ein begehbares Labyrinth aus Stahl- und Spiegelelementen konstruiert. Dieses wurde jetzt im Längsschiff der Dominikanerkirche neu arrangiert. Das Konstrukt belegt den zentralen Raum und zwingt die Besucher sich Wege durch das Gerüst zu suchen. Es wird zwar nicht explizit darauf hingewiesen, aber selbst Spiegelflächen, welche direkt am Boden liegen, sind so konstruiert, dass sie begangen werden können. Somit wird der säkularisierte Raum neu erlebbar gemacht. Ziel war, dass sich der Raum möglichst vielfältig spiegelt - und die Besucher nur nach Bemühungen sichtbar werden. 

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Cloudspace, 2018

Neben dem Langhaus wurde auch der Chor von Eva Schlegel gestaltet. Sie stellte dem lichtdurchfluteten Gang einen organisch wirkenden Spiegelpavillon entgegen, der groß genug ist, um mehreren Personen Platz zu bieten. Auch hier ist es nicht einfach, sich selbst im Spiegel zu sehen. Für Fotografen eine recht angenehme Eigenschaft. 

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

 Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Eva Schlegel, Cloudpsace, Dominikanerkirche Krems, 2018

Fotografien und filmische Arbeiten in der Kunsthalle Krems

Zusätzlich zu den zwei Arbeiten in der Dominikanerkirche sind Fotografien und Videoarbeiten von Eva Schlegel in der Kunsthalle Krems zu sehen. Ihre durch starke Unschärfe gekennzeichneten Fotografien zeigen Innenräume, die oft Bezug zur Kunst haben. Die Räume sind wohl als solche wahrnehmbar, werden aber nur durch Türen, Öffnungen und Licht definiert. Somit werden dem Betrachter offene Wege zur eigenen Interpretation geöffnet. In der Zentralen Halle werden filmische Arbeiten gezeigt. Die großformatigen Bilder erzeugen eine eigenartige Stimmung, wirken sie doch aus naher Betrachtung sanft und weich, obwohl die dargestellten Wände und Türen harte Kanten haben müssten.

Ihre Arbeiten sind noch bis 4. November 2018 in der Kunsthalle Krems zu sehen. 

 Ausstellung von Eva Schlegel in Krems, 2018

Ausstellung von Eva Schlegel in Krems, 2018

 Ausstellung von Eva Schlegel in Krems, 2018

Ausstellung von Eva Schlegel in Krems, 2018

Schloss Hof und Schloss Niederweiden - Architekturfotografie

Schloss Hof und Schloss Niederweiden - beide nur ein paar Autominuten voneinander entfernt - bieten viele Möglichkeiten für Architekturfotografie. Am 19. Juli, dem europaweit gefeierten Palace Day, konnte ich einige der Gebäude und Säle fotografisch festhalten.

 Ansicht Hauptgebäude Schloss Hof

Ansicht Hauptgebäude Schloss Hof

 Sonderausstellung "Warum isst die Welt, wie sie isst?" auf Schloss Hof

Sonderausstellung "Warum isst die Welt, wie sie isst?" auf Schloss Hof

 Ansicht Orangerie West, Schloss Hof

Ansicht Orangerie West, Schloss Hof

 Sala Terrena, Übergang vom Hauptgebäude zum 8-stufig angelegten barocken Garten, Schloss Hof

Sala Terrena, Übergang vom Hauptgebäude zum 8-stufig angelegten barocken Garten, Schloss Hof

 Hauptgebäude Ostansicht, im Vordergrund der Kybele/Ceresbrunnen Schloss Hof

Hauptgebäude Ostansicht, im Vordergrund der Kybele/Ceresbrunnen Schloss Hof

 Stiege zur Brunnengrotte, Schloss Hof

Stiege zur Brunnengrotte, Schloss Hof

 Gewächshaus im Rosengarten, Schloss Hof

Gewächshaus im Rosengarten, Schloss Hof

 Ausblick von Schloss Hof

Ausblick von Schloss Hof

 Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

 Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

 Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

Das oberste Stockwert in Schloss Hof ist nicht renoviert und birgt einen eigenartigen Charme.

 Ansicht Eingang/Westen Schloss Niederweiden

Ansicht Eingang/Westen Schloss Niederweiden

 Westseite Schloss Niederweiden

Westseite Schloss Niederweiden

Alfred Seiland - österreichischer Pionier der New Color Photography in der Albertina

Denkt man an die frühzeitige Verwendung von Farbfilm im Kontext künstlerischer Fotografier, fallen einem Namen wie Stephen Shore oder William Eggleston ein. Aber auch der österreichische Fotograf Alfred Seeland hat sich früh ausschließlich dieser Filme bedient. Geboren 1952, arbeitet er seit Mitte der 1970er Jahre als Fotograf und setzt seit 1979 konsequent auf Farbfotografie. Zu diesem Zeitpunkt war das insofern ungewöhnlich, als Farbe auf Grund ihrer Verwendung in Werbung und Modefotografie im künstlerischen Kontext abgelehnt wurde. 

Die Ausstellung in der Albertina

Als zentrales Thema beschäftigt sich Seiland  mit unterschiedlichen Kulturen. Zu sehen sind drei seiner Werkgruppen: “East Coast-West Coast” zeigt die Eindrücke seiner Reisen nach Amerika von 1975 bis 1986. Parallel dazu entsteht die Werkgruppe “Österreich” in der ländliche Gegenden und Dorfsituationen ungeschönt gezeigt werden. Der dritte Zyklus “Imperium Romanum”, an dem er seit 2006 arbeitet, zeigt historische Stätte im Kontext modernen Lebens auf dem Gebiet des ehemaligen römischen Reiches. 

 Alfred Seiland Ausstellung in der Albertina Wien, 2018

Alfred Seiland Ausstellung in der Albertina Wien, 2018

 Alfred Seiland Ausstellung in der Albertina Wien, 2018

Alfred Seiland Ausstellung in der Albertina Wien, 2018

Die Werkgruppen sind aussergewöhnlich umfangreich und sind Ergebnis jahrelanger Recherchearbeit und aufwändiger, genau geplanter Reisen und Presseberechtigungen. Insbesondere “Imperium Romanum” benötigt neben den Fotografien erklärenden Begleittext, der in der Ausstellung der Albertina (wenn auch gekürzt) neben den Fotografien angebracht wurde. 

Grössere Bekanntheit erhielt Alfred Seiland durch eine Werbekampagne für die Frankfurter Allgemeine mit dem Titel “Dahinter steckt immer ein kluger Kopf”. Zu sehen sind berühmte Persönlichkeiten im Kontext, immer lesend hinter einer aufgeklappten FAZ versteckt. Die ausgestellten Fotografien laden dazu ein, die Zeitung im Bild zu suchen. Manche der Aufnahmen sind in einem sehr aussergewöhnlichen Setting aufgenommen - beispielsweise das Foto von Helmut Kohl oder Reinhold Messner.

Was die Fotografien von Alfred Seiland besonders macht

Alfred Seiland zeigt in seinen Fotografien Ort, wie sie sind. Er greift nicht ein und lichtet die Gegebenheiten so ab, wie er sie vorgefunden hat. Trotzdem ist er weit von Street Photography entfernt, die reaktiv und schnell auf nur kurzlebige Situationen reagiert. Seine Fotografien sind aussergewöhnlich präzise komponiert. Die Aufnahmen zeichnen sich durch eine Vielzahl von Ebenen und Durchblicken aus.

 Imperial, Kalifornien, USA, 1979, Alfred Seiland

Imperial, Kalifornien, USA, 1979, Alfred Seiland

 Sulztal, Österreich, 1992, Alfred Seiland

Sulztal, Österreich, 1992, Alfred Seiland

 Nadja Auermann (Model), Berlin, Deutschland, 1997, Alfred Seiland

Nadja Auermann (Model), Berlin, Deutschland, 1997, Alfred Seiland

 Arg-e Bam, Bam, Iran, 2017, Alfred Seiland

Arg-e Bam, Bam, Iran, 2017, Alfred Seiland

Der Einsatz einer analogen Großformatkamera ermöglicht ihm perspektivisch gerade ausgerichtete Linien. Ebenfalls durch das große Format ist eine maximal durchgehende Schärfe im gesamten Bild zu sehen. Kein Bildelement soll durch das gerade so moderne Bokeh entwertet oder hervorgehoben werden. Und noch eine weitere Eigenschaft seiner Bilder macht sie besonders: er sucht immer nach passenden Wetter- und Tageslichtsituationen. Besonders schön kann man das an der “East Coast-West Coast” Serie erkennen, bei der wundervolle Farbkompositionen in pastellen Tönen auch den Himmel inkludieren. Das bewusste und genaue Fotografieren steigert meine Hochachtung vor den ausgestellten Bildern nur noch mehr - ganz im Gegensatz zu dem einfachen Anwenden Lightroom-Presets im "Analog-Look". 

Fazit: Hingehen und hinschauen, so gehört's gemacht!

InstaWalk im Musikverein Wien (Architekturfotografie)

Gemeinsam mit den Instagrammers Austria besuchte ich den Wiener Musikverein. Insbesondere konnte ich dort im Brahmssaal und im Goldenen Saal fotografisch festhalten. Für einen Architekturfotografen eine besondere Location! Vielen Dank an die IgersAustria und den Musikverein, dies möglich gemacht zu haben. 

 Eingangsbereich des Wiener Musikvereins

Eingangsbereich des Wiener Musikvereins

 Brahms Saal im Wiener Musikverein

Brahms Saal im Wiener Musikverein

 Brahms Saal im Wiener Musikverein

Brahms Saal im Wiener Musikverein

 Brahms Saal im Wiener Musikverein

Brahms Saal im Wiener Musikverein

 Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Deckendetail im Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Deckendetail im Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Detail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Detail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Der Goldene Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Orgeldetail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Orgeldetail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Seiteneingang im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Seiteneingang im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

 Orgeldetail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Orgeldetail im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) im Wiener Musikverein

Mit der Diana F von Lomography und den Igers Vienna unterwegs

Vor einiger Zeit konnte ich gemeinsam mit Lomography und den Instagrammers Vienna die Diana F+ ausprobieren. Vielen Dank für die Möglichkeit! Inzwischen gibt es auch die neue Diana Instant Square Camera auf Kickstarter, die die Diana mit Instant-Fotos verbindet.

Der Walk

An sich gibt es an der Diana F+ ja nicht allzu viel einzustellen: für die Blende gibt es bewölkt, halbschattig und sonnig und für die Entfernung 1-2 Meter, 2-4 Meter und unendlich. Man kann sich also relativ befreit an das Fotografieren machen. Bei 16 Bildern pro Filmrolle überlegt man es sich dann trotzdem immer wieder, ob sich ein Foto wirklich lohnt ;)

Ganz hatte ich das Weiterkurbeln des Films aber nicht heraus, da immer wieder Balken von der nächsten oder vorigen Auslösung auftauchen. Und nachdem die Diana mit einem analogen Mittelformatfilm ausgestattet werden muss, sind nach dem Fotografieren auch ein paar Tage Wartezeit angesagt, bis man die Fotos in den Händen hält. Außer, man entwickelt den Film selbst zu Hause - ein Thema, das mich auch noch sehr interessiert.

Am Interessantesten war für mich die Erfahrung, dass ich abends nach dem Walk nicht (wie sonst üblich) erst die Fotos von den Speicherkarten kopierte, in Lightroom importiere, selektiere und zu bearbeiten begann. Man ist direkt fertig mit dem Fotografieren und kann sich zurücklehnen. Bei den Sofortbild und Insta-Kameras geht das noch schneller!

Die Scans

Die Scans kamen relativ kontrastarm an und so drehte ich in Lightroom an einigen Reglern, um den gewünschten Bildlook zu erhalten. 

Jadgschloss Eckartsau - (Fotoreportage | Architektur)

Schloss Eckartsau ist nur eine Autostunde von Wien entfernt. Hier lässt sich viel über österreichische Geschichte und die kaiserliche Lebensart lernen: über Thronfolger Franz Ferdinand und seine Jagdleidenschaft, ebenso über Kaiser Karl, der hier nach den Verzichtserklärungen Zuflucht suchte. 

 Der neu renovierte Eingangsbereich im Schloss Eckartsau

Der neu renovierte Eingangsbereich im Schloss Eckartsau

 Ergebnis (Teile davon zumindest) der Jagdleidenschaft von Franz Ferdinand

Ergebnis (Teile davon zumindest) der Jagdleidenschaft von Franz Ferdinand

 Der beeindruckende Festsaal in Schloss Eckartsau

Der beeindruckende Festsaal in Schloss Eckartsau

 Noch mehr Trophäen werden am Dachboden gelagert...

Noch mehr Trophäen werden am Dachboden gelagert...

 Noch mehr Trophäen :)

Noch mehr Trophäen :)

 Telefon des Kaisers, dahinter die Verzichtserklärung

Telefon des Kaisers, dahinter die Verzichtserklärung

 Knapp 100 Jahre alte Stromleitungen sind ebenfalls zu bewundern (diese sind aber nicht mehr In Betrieb)

Knapp 100 Jahre alte Stromleitungen sind ebenfalls zu bewundern (diese sind aber nicht mehr In Betrieb)

 Treppe in Schloss Eckartsau

Treppe in Schloss Eckartsau

 Kapelle in Schloss Eckartsau

Kapelle in Schloss Eckartsau

 Blick vom Eingangsbereich in den Innenhof von Schloss Eckartsau

Blick vom Eingangsbereich in den Innenhof von Schloss Eckartsau

Genug von kaiserlicher Geschichte? Ein Spaziergang in den Donauauen hilft

Direkt vom Schlosspark führen einige Wanderwege in die Donauauen. Selbst an Tagen mit tollem Wetter ist nicht allzu viel los und der gelbe Wanderweg bis zum Ufer der Donau ist sehr zu empfehlen.  

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 Umgefallen Bäume bieten für Fotografen herrliche Detailmotive 

Umgefallen Bäume bieten für Fotografen herrliche Detailmotive 

 

 

 

"Imperial, Majestic und Magical" - Axel Hütte in der Kunsthalle Krems

Bernd und Hilla Becher errangen mit ihren nüchternen Fotografien von Getreidesilos und Industriebauten internationale Bekanntheit. Viele ihrer Schüler sind ebenfalls bekannt: Thomas Struth, Andreas Gursky, und Thomas Ruff um nur einige zu nennen.

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Auch Axel Hütte ist hier zu nennen. Neben frühen dokumentarischen Arbeiten, beeinflusst durch seine Studium bei Bernd Becher, wendet er sich in den 1990er Jahren eher mystisch oder malerisch wirkenden Sujets zu. 

In der Kunsthalle Krems ist mit "Imperial - Majestic - Magical" nun eine groß angelegte Werkschau zu sehen. Neben nüchternen, frontal aufgenommenen Farbportraits finden sich seltsam anmutende "Traumbilder", die eine spiegelnde Wasseroberfläche mit Personen zeigt, die für die Hängung um 180 Grad gedreht wurden. Seine Serie über Gebirgslandschaften im Nebel inklusive "Furkablick, Schweiz" aus 1994 und seine nüchternen Fotografien von Berliner Ubahn-Haltestellen oder Garageneinfahrten dürfen nicht fehlen. Die großformatige Präsentation verfehlt ihre Wirkung nicht.

Am beeindruckendsten allerdings sind seine Arbeiten aus seiner Zeit in Venedig. Zur Präsentation wurden die Fotos auf Glas gedruckt und mit einer Edelstahlplatte hinterlegt. Dies erzeugt einen unglaublich kontrastreichen, schimmernden 3-D Effekt, der mittels normaler Druckverfahren nicht erzeugt werden könnte. Sehr spannend für mich ist hier besonders die angewandte Technik bei der Aufnahme. Die Edelstahlplatte ist nur dann gut zu sehen, wenn das Foto komplett ausgerissene Stellen (also "Löcher") beinhaltet. Hat Axel Hütte nun schon beim Belichten diese Art der Präsentation im Kopf gehabt? 

In jedem Fall ein "Must-See" für an Architekturfotografie interessierte Personen!