Intensives Vergnügen auf dem Land - "Das Dorf" von Nesterval

Seit “Dirty Faust” bin ich zugegebenermaßen Fan von Nesterval. Ihre neueste Produktion beschäftigt sich nun mit dem Thema Heimat und ist natürlich wieder “immersive” - das heißt, man muss damit rechnen, ins Geschehen involviert zu werden.

Ich war gemeinsam mit den Instagrammers Vienna bei einer der Proben dabei und konnte einige Szenen miterleben. Neben dem Vorlesen von Gebeten aus der Bibel erlebte ich auch einige derbe Szenen aus nächster Nähe. Szenen, die unter die Haut gehen, die den Besucher atemlos zurücklassen. Szenen die schockieren wollen und es auch tun. Mehr verrate ich nicht, man will ja nicht nicht allzu viel spoilern. Somit ist “Das Dorf” die wohl anspruchsvollste Produktion von Nesterval - so far.

 Die Erzählerin aus “Das Dorf” von Nesterval

Die Erzählerin aus “Das Dorf” von Nesterval

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Noch lange nicht zum alten Eisen gehörend: Alte Meister von Wien

Wenn eine Therme tropft, dann muss ein Installateur her. So subsummiert Maria Smodics-Neumann, Spartenobfrau Gewerbe und Handwerk die ungebrochene Wichtigkeit des Handwerks in Wien.

Die Wirtschaftskammer Wien würdigt nun mit einer Kampagne mit dem Namen „Die alten Meister von Wien. Eine Stadt und ihr Handwerk.“ und einer Ausstellung im Ostlicht mit eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Portraits von Christian Skalnik den Meistern den vielen Gewerben mit langer Geschichte in Wien.

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 Sujets der Kampagne, die bis 4. November 2018 im Großraum Wien zu sehen sind

Sujets der Kampagne, die bis 4. November 2018 im Großraum Wien zu sehen sind

Zusätzlich wurden einige für das jeweilige Gewerbe typische Werkzeug ausgestellt. Die meisten waren ohne Beschriftung wohl nur für Fachleute zu identifizieren.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis 18.10. im Ostlicht.

"Die 90er Jahre" - der dritte Aufzug in Wien Museum MUSA

Nach den ersten beiden Aufzügen (“Ein Wiener Diwan” und “Subversive Imaginationen”) zeigt das Wien Museum MUSA nun den dritten und letzten Aufzug: “Mobile Kunst im mobilen Markt”. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges und dem Ende des Kalten Krieges entwickelte sich Wien zu einem neuen Zentrum einer Kunstszene, die sich auch gen Osten öffnete. Äußerst vielfältige Arbeiten in den unterschiedlichsten Formen wie Skulptur, Malerei, Fotografie Performance- oder Digitalkunst von bekannten und weniger bekannten Künstler und Künstlerinnen sind im Museum unweit des Rathauses zu sehen. Zur Eröffnung am 10. Oktober wird außerdem die performative Installation “Kaltwäsche” von Claudia Märzendorfer zu sehen sein. Gemeinsam mit den IgersVienna konnte ich mir die Ausstellung noch vor der Eröffnung bei einer Führung mit Kurator Berthold Ecker ansehen.

Die Ausstellung ist vom 11. Oktober 2018 bis zum 20. Jänner 2019 zu sehen, der Eintritt ist frei. Kuratiert wurde die Ausstellung von Brigitte Borchhardt-Birbaumer und Berthold Ecker.

Und wenn man schonmal dort ist, kann man auch der Artothek einen Besuch abstatten - ein spannendes Konzept!

 Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

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 Kurator Berthold Ecker bei der Führung durch “Die 90er Jahre”

Kurator Berthold Ecker bei der Führung durch “Die 90er Jahre”

 Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

 Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

 Erinnerungsstücke der Galerie Trabant in der Schleifmühlgasse

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 Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

 Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

Ausstellungsansicht “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

 Leo Zogmayer, Kasten, “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

Leo Zogmayer, Kasten, “Die 90er Jahre” im Wien Museum MUSA

Michéle Pagel - “Homegrown Freaks”

Weiters ist mit “Homegrown Freaks” eine Ausstellung von Michéle Pagel zu sehen. Die eigenwilligen Skulpturen bewegen sich im Spannungsfeld von natürlichen Lebewesen, die durch den (oft gewaltsamen) Eingriff des Menschen zu starken Veränderungen gezwungen werden und trotzdem durch einen unbändigen Überlebenswille aber die Erhabenheit nicht verlieren.

 Dawn of the Head, 2016, Michéle Pagel

Dawn of the Head, 2016, Michéle Pagel

 “Homegrown Freaks”, Michéle Pagel

“Homegrown Freaks”, Michéle Pagel

 “Homegrown Freaks”, Michéle Pagel. Grundideen der Skulptur sind im Hintergrund zu sehen.

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Warum man sich die World Press Photo 2018 im Westlicht ansehen sollte

Wie auch in den letzten 16 Jahren ist die World Press Photo im Westlicht zu Gast. Darüber habe ich hier und hier berichtet. Diesmal besuchte ich eine Führung von Sanne Schim van der Loeff, Ausstellungsmanagerin und Kuratorin bei der World Press Photo Foundation. Sie lieferte viele interessante Einblicke in die Arbeit der Juroren.

Wer sich in den letzten Jahren die World Press Photo Ausstellungen angesehen hat könnte meinen: Fotos von Kriegen, Verwundeten und Toten habe man genug gesehen. Warum also sollte man sich im Jahr 2018 also erneut ins Westlicht begeben?

 Sanne Schim van der Loeff, World Photo Press Kuratorin bei ihrer Führung im Westlicht

Sanne Schim van der Loeff, World Photo Press Kuratorin bei ihrer Führung im Westlicht

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Warum man die World Press Photo heuer ansehen sollte

Grund 1: Context matters

Auch wenn es einige Disziplinen gibt beim World Press Photo Award gibt, die einzelne Fotografien würdigen, so bleibt doch ein wesentlicher Eckpfeiler immer relevant: Context matters! Ein Foto/eine Serie von Fotos alleine können nicht die ganze Geschichte erzählen. Eindrucksvoll demonstrierte das Sanne Schim van der Loeff bei Fotografien von Ivor Prickett. Auf einem der Bilder trägt ein Soldat einen nackten Jungen. Man könnte annehmen, dass dieser tot wäre. Die richtige Erklärung für dieses Foto ist aber, dass sich ein Soldat der Irakischen Spezialkräfte (ISF) um den Jungen kümmert, der zuvor mutmaßlich als lebendes Schutzschild von einem IS-Kämpfer missbraucht wurde. Ohne notwendiges Hintergrundwissen ist dieses Foto - sowie auch viele andere - nicht zu interpretieren. Und so geht es dem World Press Photo Contest darum, die richtigen/korrekten Geschichten zu erzählen. Das funktioniert aber oft nur durch das Lesen der Begleittexte.

 Ivor Prickett, 1. Preis Fotoserien bei der World Press Photo 2018 (Ausschnitt)

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Grund 2: Konstruktiver Photojournalismus

Bekannt(er) sind wohl die grausamen/direkten Fotografien, die fast schon reisserisch um die Aufmerksamkeit der Betrachter buhlen. Dabei würdigt die Jury auch Arbeiten, die sich konstruktiven Themen widmen. Gut zu sehen ist das beispielsweise beim 2. Preis für Fotoserien von Anna Boyiazis. Ihre Serie zeigt Mädchen auf dem Sansibar-Archipel, die traditionell auf Grund von Vorschriften der konservativen islamischen Kultur nicht schwimmen lernen dürfen. Das Panne-Projekt sorgt für körperbedeckende Badeanzüge mit denen die Mädchen das Schwimmen lernen und Rettungsmaßnahmen durchführen können. Das Projekt zeigt, wie das Zusammenleben verändert werden kann ohne auf Konflikte zu fokussieren.

Oder die Fotoserie von Juan D. Arredondo, die ehemalige FARC Guerillas zeigt, die die Waffen niedergelegt haben und mit mit Opfern des Konfliktes gemeinsam Fußball spielen.

 2. Preis Fotoserien von Juan D. Arredondo bei der World Press Photo 2018

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ArtClub Gloriette - Where PopArt meets imperial style

Die Gloriette als prachtvoller Bau mit einzigartigem Ausblick auf Wien wurde als Ort für ein Event der besonderen Art ausgewählt: des ersten ArtClub Gloriettes, organisiert von kleeee.art am 13. September 2018. Das normalerweise beherbergte Kaffeehaus musste für diesen Abend einer Ausstellung von PopArt Werken des Künstlers Steve Alan Kaufman weichen, eines ehemaligen Schülers von Andy Warhol. Das Gebäude wurde für diesen Zweck mit blauen Scheinwerfern und Mustern bestrahlt.

 Seitenansicht der Gloriette

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 Blau beleuchtete Gloriette

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Der kleeee.ArtTalk 2018

Michael Holeschofsky führte durch den Abend und stellte den Kunstsammler Alberto Panizzoli aus Triest vor, berichtete über das Charity Projekt “Give Kids a Break“ und stellte den Roman über Steve Alan Kaufman „L´Invitato“ von Starautor Massimiliano Alberti (erstmalig in Deutsch) vor.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurde das Thema "Artificial Art - Reale Kunst oder Fiktion?" diskutiert.

 Michael Holeschofsky - Organisator vom ArtClub Gloriette

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 Starsaxophonist Max Merseny performte auf der Gloriette

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Brillen von Tatueye

Wer seine PopArt Kunstwerke gerne auch auf seiner Brille tragen möchte, der ist mit Tatueye gut bedient. Das neuartige Verfahren ermöglicht ein Einbrennen von Vorlagen auf Brillen mittels UV-Licht. Die Brillen sind dabei sehr widerstandsfähig und können auch in einer optischen Variante getragen werden.

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Die Prunkräume der Albertina - Architekturfotografie

Die Albertina besuche ich relativ häufig - zuletzt beispielsweise bei Raffael, den New Acquisitions und Keith Haring oder aber auch die Fotoaustellungen von Robert Frank, Gregor Sailer oder Alfred Seiland (die Ausstellung und das Gespräch).

Ein besonderes Erlebnis sind aber die Prunkräume der Albertina. Gemeinsam mit den Instagrammers Austria konnte ich mich hier fotografisch austoben.

 Rokoko Zimmer in den Prunkräumen der Albertina

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 Musensaal in der Albertina

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 Musensaal mit Blick auf den Gang - Albertina

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 Ankleidezimmer in den Prunkräumen der Albertina

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